Coronavirus

RKI meldet neue Corona-Zahlen und aktuelle Reproduktionszahl

Coronavirus: Darum ist die Reproduktionszahl so wichtig

Beim Coronavirus ist oft von der Reproduktionsrate oder einem Reproduktionswert die Rede. Was ist das und was sagt es aus? Unser Video erklärt es.

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Berlin.  Das Robert Koch-Institut meldet am Montag hunderte Neuinfektionen. Die Reproduktionszahl ist gegenüber den Vortagen leicht gesunken.

  • Laut Robert Koch-Institut liegt die Reproduktionszahl, der sogenannte R-Wert, derzeit bei schätzungsweise 1,09 (Stand 3. August, 0 Uhr)
  • Demnach stecken zehn Corona-Infizierte nach Berechnung der Experten insgesamt rund elf weitere Menschen an
  • Der 7-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen von etwa einer bis zwei Wochen abbildet, liegt laut RKI bei 1,00 (Stand 3. August, 0 Uhr)
  • Zudem meldet das RKI 509 Corona-Neuinfektionen in Deutschland (Stand 3. August)
  • Seit Beginn der Pandemie sind laut RKI 9.148 Menschen in Deutschland an dem Virus gestorben
  • Alle Corona-Zahlen des RKI im Überblick

Das Robert Koch-Institut hatte zuletzt eine deutliche Steigerung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland festgestellt. Am Samstag wurden 955 Neuinfektionen gemeldet, nachdem am Freitag bereits 870 und am Donnerstag 902 neue Fälle gemeldet wurden. Die Zahlen waren damit so hoch wie seit mehreren Wochen nicht mehr.

Am Sonntag kamen mit 240 Neuinfektionen vergleichsweise wenige hinzu, allerdings melden am Wochenende nicht alle Ämter aktuelle Zahlen. Am Montag stieg die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland um 509 Fälle.

Seit rund fünf Monaten bestimmt die Coronavirus-Pandemie das Leben der Menschen weltweit. Bislang konnte Deutschland dank seiner Corona-Maßnahmen hohe Infektionszahlen wie etwa in den USA vermeiden.

Wie viele Menschen derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert sind, was die beiden Reproduktionszahlen bedeuten und wie deren aktueller Stand ist, lesen Sie hier:

RKI: Das sind die aktuellen Fallzahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlicht jeden Tag neue Coronavirus-Infektionszahlen.

Das Institut hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 210.402 angegeben – ein Plus von 509 gegenüber dem Vortag (Stand 3. August). Lesen Sie hier: 955 Corona-Neuinfektionen am Samstag – RKI schlägt Alarm

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 9148 Todesfälle (Stand 3. August).

Etwa 193.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen bislang überstanden. Lesen Sie hier: Alle aktuellen Nachrichten im Coronavirus-Newsticker.

Was ist die Reproduktionszahl und wie hoch ist sie aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 3. August, 0 Uhr, in Deutschland bei 1,09 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel insgesamt etwa elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Lesen Sie hier: Auswärtiges Amt warnt mit Reisewarnungen vor diesen Corona-Risikogebieten.

Die Reproduktionszahl ist ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung mit dem Erreger ansteckt. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Liegt er darüber, breitet sich das Virus weiter aus. Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet.

Was ist der 7-Tage-R-Wert und wie hoch ist er?

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert derzeit bei 1,00, am Vortag lag er bei 1,09 (Stand 3. August). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. Lesen Sie hier: Neuer Schweinegrippe-Virus entdeckt – droht nach Corona neue Pandemie?

Obwohl die Fallzahlen in Deutschland insgesamt weiter auf einem niedrigen Niveau sind, beeinflussen lokale Häufungen den R-Wert stark. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen empfindlich, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. Dies kann insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen, so das RKI.

Lesen Sie hier: RKI-Fallzahlen – Unterschiede zu den Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität.

Coronavirus-Pandemie: RKI-Fallzahlen pro Bundesland

Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land. Unter Umständen gibt es dabei sogar an den verschiedenen Tagen Schwankungen.

Lesen Sie hier:

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene Infektionen, Datenstand 3. August):

  • Baden-Württemberg: 37.272
  • Bayern: 51.156
  • Berlin: 9328
  • Brandenburg: 3573
  • Bremen: 1782
  • Hamburg: 5436
  • Hessen: 12.142
  • Mecklenburg-Vorpommern: 877
  • Niedersachsen: 14.567
  • Nordrhein-Westfalen: 49.435
  • Rheinland-Pfalz: 7543
  • Saarland: 2881
  • Sachsen: 5541
  • Sachsen-Anhalt: 2031
  • Schleswig-Holstein: 3467
  • Thüringen: 3371

Weitere wichtige Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

Weitere Informationen zur Corona-Krise:

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