Corona-Zahlen

RKI meldet wieder über 1100 Neuinfektionen – R-Wert steigt

Spahn: Testpflicht für Reiserückkehrer ab Sonnabend

Menschen, die aus Corona-Risikogebieten nach Deutschland kommen, müssen sich künftig bei der Einreise auf das Virus testen lassen. Dies sei ein "zumutbarer Eingriff in die Freiheitsrechte", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

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Berlin.  Zum dritten Mal in Folge meldet das RKI mehr als 1000 Neu-Infektionen an einem Tag. Das sind die RKI-Corona-Fallzahlen für Deutschland.

  • Das RKI meldet am Samstag am dritten Tag in Folge mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden (Stand: 8. August)
  • 1122 bestätigte Neuinfektionen wurden dem RKI gemeldet
  • Das RKI schätzt die aktuelle Reproduktionszahl – auch R-Wert genannt – auf 1,32 (Stand 8. August), zuvor lag der Wert bei 1,16
  • Der 7-Tage-R-Wert liegt laut RKI ebenfalls bei schätzungsweise 1,23 (Stand 8. August)
  • Seit Beginn der Pandemie sind dem RKI zufolge 9195 Menschen in Deutschland nach einer Coronavirus-Infektion gestorben
  • Die Corona-Fallzahlen des RKI im Überblick

Auch am Samstag liegt die vom Robert Koch-Institut gemeldete die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder über 1000: Das RKI meldete 1122 mehr Infektionen als am Freitag. Der R-Wert ist leicht gestiegen.

Seit Ende vergangener Woche stellt das RKI hatte eine deutliche Steigerung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland fest. Vor einer Woche lag die Zahl pro Tag um die 900 neue Neuinfektionen, ging dann ein paar Tage zurück – was am Meldeverfahren der Gesundheitsämter am Wochenende liegen könnte – und lag am Donnerstag zum ersten mal seit Monaten wieder über 1000. Lesen Sie hier: Virologe Drosten: Jeder Bürger sollte ein Kotakt-Tagebuch führen

Seit gut fünf Monaten bestimmt die Coronavirus-Pandemie das Leben der Menschen weltweit. Bislang konnte Deutschland dank seiner Corona-Maßnahmen hohe Infektionszahlen wie etwa in den USA vermeiden.

Wie viele Menschen derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert sind, was die beiden Reproduktionszahlen bedeuten und wie deren aktueller Stand ist, lesen Sie hier:

RKI: Das sind die aktuellen Fallzahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlicht jeden Tag neue Coronavirus-Infektionszahlen.

Das Institut hat bislang 215.336 nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen in Deutschland gezählt. (Stand 8. August).

Rund 196.400 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen bisher überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9195. Lesen Sie hier: Tod durch Corona: Der einsame Leidensweg einer Familie

Lesen Sie hier: Alle aktuellen Nachrichten im Coronavirus-Newsticker.

Was ist die Reproduktionszahl und wie hoch ist sie aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 8. August, 0 Uhr, in Deutschland bei 1,32 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass zehn Infizierte geschätzt etwa elf weitere Menschen mit Covid-19 anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Lesen Sie hier: Auswärtiges Amt warnt mit Reisewarnungen vor diesen Corona-Risikogebieten.

Die Reproduktionszahl ist ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung mit dem Erreger ansteckt. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Liegt er darüber, breitet sich das Virus weiter aus. Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet.

Was ist der 7-Tage-R-Wert und wie hoch ist er?

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert derzeit bei 1,23, am Vortag lag er bei 1,16 (Stand 8. August). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tage an. Lesen Sie hier: Schule in der Corona-Pandemie – was Eltern jetzt wissen müssen

Obwohl die Fallzahlen in Deutschland insgesamt weiter auf einem niedrigen Niveau sind, beeinflussen lokale Häufungen den R-Wert stark. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen empfindlich, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. Dies kann insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen, so das RKI.

Lesen Sie hier: RKI-Fallzahlen – Unterschiede zu den Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität.

Coronavirus-Pandemie: RKI-Fallzahlen pro Bundesland

Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land. Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen.

Lesen Sie hier:

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene Infektionen, Datenstand 7. August):

  • Bayern: 51.794
  • Nordrhein-Westfalen: 51.330
  • Baden-Württemberg: 37.749
  • Niedersachsen: 14.911
  • Hessen: 12.602
  • Berlin: 9640
  • Rheinland-Pfalz: 7748
  • Sachsen: 5632
  • Hamburg: 5610
  • Brandenburg: 3622
  • Schleswig-Holstein: 3578
  • Thüringen: 3420
  • Saarland: 2913
  • Bremen: 1800
  • Sachsen-Anhalt: 2057
  • Thüringen: 3420
  • Mecklenburg-Vorpommern: 930

Weitere wichtige Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

Weitere Informationen zur Corona-Krise:

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