Waffenarsenal

Polizei stellt bei Reichsbürger in Münster 93 Waffen sicher

Darum sind die Reichsbürger gefährlich

Die so genannte Reichsbürger-Bewegung umfasst mehrere Strömungen: von Verschwörungstheoretikern bis zu gewaltbereiten Rechtsextremen. Ihnen allen gemein ist jedoch die Ablehnung der Bundesrepublik Deutschland als souveränem Staat.
Do, 18.05.2017, 15.19 Uhr

Die so genannte Reichsbürger-Bewegung umfasst mehrere Strömungen: von Verschwörungstheoretikern bis zu gewaltbereiten Rechtsextremen. Ihnen allen gemein ist jedoch die Ablehnung der Bundesrepublik Deutschland als souveränem Staat.

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Münster  In Münster entdeckte die Polizei bei einem „Reichsbürger“ ein ganzes Waffenarsenal. Ermittler stellten 200 Kilogramm Munition sicher.

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Bei einem mutmaßlichen sogenannten Reichsbürger aus Münster hat die Polizei ein ganzes Waffenarsenal sichergestellt. Im Haus des 69 Jahren alten Mannes fanden die Ermittler 93 Waffen und rund 200 Kilo Munition. Darunter waren Schusswaffen und Messer, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Nach umfangreichen Ermittlungen hatte das Amtsgericht einen Durchsuchungsbefehl erlassen. Dem Mann wird vorgeworfen, die Waffen nicht richtig gelagert zu haben. Derzeit werde geprüft, ob ihm seine waffenrechtliche Erlaubnis entzogen wird.

Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik als Staat ab und behaupten, das Deutsche Reich bestehe fort. Die gesamte Bewegung gilt als sicherheitsgefährdend und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Der Gruppe werden in NRW derzeit 2200 Anhänger zugerechnet. Bundesweit geht der Verfassungsschutz von 12.900 selbst ernannten Reichsbürgern aus. (dpa)

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