Urteil

Nach Misshandlung seiner Kinder: 13 Jahre Haft für Vater

Ein 24-Jähriger ist vom Landgericht Mönchengladbach zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Sein damals fünf Wochen alter Sohn hatte aufgrund von Misshandlungen einen dauerhaften Hirnschaden erlitten. (Symbolbild)

Ein 24-Jähriger ist vom Landgericht Mönchengladbach zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Sein damals fünf Wochen alter Sohn hatte aufgrund von Misshandlungen einen dauerhaften Hirnschaden erlitten. (Symbolbild)

Foto: Uli Deck / dpa

Mönchengladbach.  Ein Vater hat seine beiden Kleinkinder so sehr geschlagen, dass eines einen dauerhaften Hirnschaden erlitt. Jetzt wurde der Mann verurteilt.

Das Landgericht Mönchengladbach hat einen 24 Jahre alten Vater wegen schwerer Misshandlung seiner beiden kleinen Kinder zu 13 Jahren Haft verurteilt. Die Richter begründeten in ihrem Urteilsspruch am Montag die hohe Strafe mit den extremen Tatfolgen. Der Mann hatte seinen fünf Wochen alten Sohn Anfang des Jahres so schwer geschlagen, dass das Kind Knochenbrüche und einen dauerhaften Hirnschaden erlitt. Auch seine 17 Monate alte Tochter hatte der Angeklagte geschlagen, gequält und erheblich verletzt.

Die 20-jährige Mutter der Kinder wurde als Heranwachsende zu vier Jahren Jugendhaft verurteilt, weil sie nichts zum Schutz ihrer Kinder unternommen hatte. Die Urteile entsprachen im Wesentlichen den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Laut dem Urteil soll der Vater zudem Schmerzensgeld in Höhe von 500.000 Euro an den Jungen und von 15.000 Euro an die Tochter zahlen. Die Mutter wurde verurteilt zu einer Zahlung von 300.000 Euro an den Sohn sowie von 10.000 Euro an die Tochter.

Stadt Mönchengladbach hatte die Vormundschaft übernommen

Der Vater musste sich wegen schwerer Kindesmisshandlung sowie schwerer und gefährlicher vorsätzlicher Körperverletzung von Schutzbefohlenen in 28 Fällen verantworten. Er wurde nicht wegen versuchten Totschlags angeklagt, weil er im Januar dafür sorgte, dass seine Frau den Säugling ins Krankenhaus brachte. Dort wurde das lebensgefährlich verletzte Kind auf der Intensivstation behandelt. Die 17 Monate alte Schwester erlitt Knochenbrüche.

Die Familie war zuvor nicht aufgefallen. Nach Bekanntwerden der Verletzungen übernahm die Stadt Mönchengladbach die Vormundschaft für beide Kinder. Die Stadt war Nebenklägerin. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. (dpa)

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