Corona-Vakzin

Moderna: Wirksamkeit, Nebenwirkungen – Alles zum Impfstoff

Lesedauer: 4 Minuten
Moderna testet Corona-Impfstoff an tausenden Kindern

Moderna testet Corona-Impfstoff an tausenden Kindern

Der US-Pharmakonzern Moderna prüft die Wirksamkeit und Verträglichkeit seines Corona-Impfstoffs bei Kindern. Insgesamt sollen mehr als 6000 unter Zwölfjährige an den klinischen Tests teilnehmen. IMAGES AND SOUNDBITES

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Berlin.  Vier Corona-Impfstoffe sind in Deutschland zugelassen – auch das mRNA-Vakzin von Moderna. Das sollten sie über die Impfung wissen.

  • Seit Anfang des Jahres ist der Corona-Impfstoff von Moderna in Deutschland zugelassen
  • Das Vakzin, ein mRNA-Impfstoff, zeichnet sich durch seine hohe Wirksamkeit und eher leichten Nebenwirkungen aus
  • Das sind die wichtigsten Infos zum Mittel von Moderna

Deutschlands Corona-Impfkampagne schreitet voran: Mittlerweile sind hierzulande zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Dafür sind mittlerweile vier Impfstoffe im Einsatz: Neben den Wirkstoffen von Biontech-Pfizer, Astrazeneca und Johnson & Johnson wird auch das Moderna-Vakzin verimpft.

In der EU ist das US-amerikanische Präparat seit Januar zugelassen. Lesen Sie hier die wichtigsten Informationen zu dem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Moderna: Wie wirksam ist der Impfstoff?

Ende November 2020 teilte das US-Unternehmen Moderna mit, dass sein Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent besitze. Dies sei zwei Wochen nach der zweiten Dosis gemessen worden.

Mittlerweile wurden die Angaben angepasst: So schütze das Mittel zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf. Der Grund für die gesunkene Wirksamkeit ist nicht bekannt. Dennoch handelt es sich um den wirksamsten Wirkstoff nach dem Vakzin von Biontech-Pfizer.

Welche Nebenwirkungen sind nach einer Impfung mit Moderna möglich?

Der Konzern gab an, dass der Impfstoff in den Studien gut vertragen wurde. Die Nebenwirkungen wurden als leicht oder mäßig eingestuft. Schwerere Nebenwirkungen nach der zweiten Corona-Impfung seien nur von "kurzer Dauer" gewesen. Dabei handelte es sich um:

  • Müdigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen nach dem Einstich
Stärkere Nebenwirkungen nach zweiter Impfung mit Moderna und Biontech
Stärkere Nebenwirkungen nach zweiter Impfung mit Moderna und Biontech

Um was für einen Impfstoff handelt es sich bei Moderna?

Bei Moderna handelt es sich um einen genbasierten Impfstoff, einen sogenannten mRNA-Impfstoff. Dabei steht das "m" für "messenger" und "RNA" für ribonucleic acid (Ribonukleinsäure). Die Wirkstoffe von Biontech-Pfizer und Curevac zählen ebenfalls zu den mRNA-Impfstoffen.

Bei der Impfung erhält der Körper genetisches Material des Virus, eine Art Bauplan in Form von RNA. Auf diese Weise werden Virusproteine nachgebaut, worauf schließlich das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern reagiert. Es ist das erste Mal, dass Impfstoffe dieser Art in der Humanmedizin verwendet werden.

Impfung mit Moderna: Ab wann ist der Schutz gegeben?

Nach offiziellen Angaben des Pharmaunternehmens Moderna soll der Wirkstoff etwa 14 Tage nach der ersten Dosis einen gewissen Schutz vor Corona bieten können. Genaue Angaben gibt es dazu jedoch nicht. Zu der Frage, ob sich Geimpfte bereits nach der ersten Dosis auf einen Schutz verlassen können, antwortete das Robert Koch-Institut: "Der Schutz setzt nicht sofort nach der Impfung ein." Es brauche eine gewisse Zeit, bis der Impfschutz aufgebaut wird.

Der volle Impfschutz bei mRNA-Impfstoffen wie Moderna sei allerdings erst nach der zweiten Dosis gegeben. Die Auffrischungsimpfung erfolgt hier sechs Wochen nach der ersten Dosis.

Wie muss das Vakzin gelagert werden?

Nach Angaben des Konzerns ist das Vakzin bei einer Lagerung von minus 20 Grad etwa sechs Monate haltbar. Bei zwei bis acht Grad reduziert sich die Haltbarkeit auf 30 Tage und bei Raumtemperatur auf bis zu zwölf Stunden.

So wirkt der Impfstoff Moderna
So wirkt der Impfstoff Moderna

Wie viele Dosen des Impfstoffs sind europaweit verfügbar?

Im November 2020 schloss die EU-Kommission einen Vertrag mit Moderna über die Lieferung von 160 Millionen Dosen bis zum dritten Quartal 2021. Nach Angaben des Pharmaunternehmens sollen im aktuellen Jahr 600 Millionen Dosen hergestellt werden.

Dan Staner, der Europa-Chef des US-Konzerns, sagte gegenüber "Wirtschaftswoche": "Wir wollen in diesem Jahr 80 Millionen Impfstoff-Dosen nach Deutschland liefern." Im ersten Quartal hat Moderna 1,8 Millionen Dosen nach Deutschland geliefert. Bis zum Ende des zweiten Quartals sollen es laut Moderna sechs Millionen sein.

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