Robert Atzorn hat Geburtstag

Mit 65 nimmt

Essen. Er ist berühmt und in Damenkreisen sehr beliebt. Inzwischen. Dabei hat es das Leben Robert Atzorn nicht immer leicht gemacht. Er es sich selbst übrigens auch nicht. Heute feiert Dr. Specht seinen 65. Geburtstag.

Ein „Serienheini“ wollte er nie sein. Obwohl er serienmäßig den Lehrer, Pfarrer, Kommissar und Kapitän gab. Auf massenkompartiblen Einheitsbrei darf man ihn dennoch nicht reduzieren. Schließlich brillierte er im „Kanzleramt“ und der „Affäre Semmeling“. Beeindruckend auch seine Darstellung in „Mein Mann, der Trinker“. Das Tragische daran: Atzorn gab Atzorn, weil er selbst alkoholkrank ist. Weil ihn vieles überfordert, weil das Selbstbewusstsein nicht sonderlich ausgeprägt ist.

Vielleicht auch, weil der große Theaterregisseur Peter Zadek vor 30 Jahrem dem kleinen Atzorn attestierte, „dass er das spießigste Arschloch sei, das er je auf der Bühne gesehen hat“. Therapien später ist der Mann gelassener. Er lernt Yoga, zieht mit Frau Angelika Hartung zur Entspannung in einen alten Zirkuswagen und kehrt ins TV zurück: Im Sommer zeigt die ARD die Komödie „Das Glück ist eine Katze“.

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