Diamantmine

Mehrere Arbeiter nach Grubenunglück in Russland vermisst

Die Diamantenmine Mir in der russischen Teilrepublik Jakutien. Hier ist es am Freitag zu einem Unglück gekommen.

Die Diamantenmine Mir in der russischen Teilrepublik Jakutien. Hier ist es am Freitag zu einem Unglück gekommen.

Foto: alrosa. ru / imago/Russian Look

Jakutsk  In Sibirien ist es zu einem schweren Grubenunglück gekommen. Eine Diamantenmine wurde überflutet. Mehrere Arbeiter werden vermisst.

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Nach einer Überschwemmung in einer Diamantenmine in Sibirien werden mehrere Bergarbeiter vermisst. Zu 17 Arbeitern gebe es keinen Kontakt, berichtete die Agentur Tass unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Zivilschutzes am Freitag. Die Betreiberfirma Alrosa sprach von 16 Vermissten. Mehr als 130 Menschen seien bereits an die Oberfläche geholt worden, meldeten Agenturen. Das Grundwasser war gegen 9.35 Uhr MESZ in einer Tiefe von 210 Metern in einer alten Grube ausgetreten. Die genaue Ursache war zunächst unklar.

In dem Bergwerk in der Ortschaft Mirny westlich der Großstadt Jakutsk befanden sich nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes zu dem Zeitpunkt rund 150 Menschen. Wegen der Überschwemmung wurde vorübergehend der Strom ausgeschaltet, was die Bergung erschwerte. Mehr als 100 Helfer waren dem Zivilschutz zufolge im Einsatz.

Dies war bereits der zweite Notfall in der Alrosa-Mine „Mir“ innerhalb einer Woche. Erst am 29. Juli war bei einem Unfall ein Mensch ums Leben gekommen. Die Grube war 1955 eröffnet worden und war die erste Förderstätte für Diamanten in Jakutien. Seit 2009 wird dort nur noch unterirdisch nach den kostbaren Edelsteinen gesucht. Immer wieder gab es dort Probleme mit dem Grundwasserpegel. (dpa)

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