Buchmesse

Martin Sonneborn geht als Stauffenberg zur Höcke-Lesung

Martin Sonneborn (r), Satiriker, Journalist und Politiker, steht auf der Frankfurter Buchmesse in Uniform und mit einer braunen Aktentasche vor einer Polizeiabsperrung.

Martin Sonneborn (r), Satiriker, Journalist und Politiker, steht auf der Frankfurter Buchmesse in Uniform und mit einer braunen Aktentasche vor einer Polizeiabsperrung.

Foto: Arne Dedert / dpa

Frankfurt/Main  Der Satiriker Sonneborn hat sich einen Scherz mit der AfD erlaubt. Er kam in Verkleidung eines Hitler-Attentäters zur Höcke-Lesung.

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Der EU-Abgeordnete und Satiriker Martin Sonneborn („Die Partei“) hat den Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke auf der Frankfurter Buchmesse für einen Auftritt als Claus Schenk Graf von Stauffenberg genutzt. Sonneborn hatte sich mit Augenklappe, Uniform und einer Aktentasche vor der Lesung Höckes in Stellung gebracht. Eigenen Angaben nach wollte er eine Aktentasche abstellen, wurde jedoch von Sicherheitskräften daran gehindert.

Graf Stauffenberg war 1944 berühmt geworden, als er ein Attentat auf Adolf Hitler verübte. Dabei stellte er eine Aktentasche mit Sprengstoff unter einem Tisch ab, an dem Hitler saß. Vier Menschen wurden damals getötet, Hitler überlebte das Attentat.

Halle musste für Höcke teilweise abgeriegelt werden

Höcke hatte unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen am Freitag einen Gesprächsband auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Die Polizei riegelte am späten Nachmittag Teile der Halle 4 komplett ab. Der Verlag Manuscriptum hatte zu einer Podiumsdiskussion in einem Saal eingeladen. Dort ist das Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“ erschienen, in dem der Publizist Sebastian Hennig Gespräche mit Höcke führt.

Höckes gilt als Wortführer des rechten Flügels der AfD. Im vergangenen Jahr war es bei seinem Messe-Besuch zu Handgreiflichkeiten zwischen seinen Anhängern und Gegendemonstranten gekommen. Die Messeleitung hatte daraufhin ihr Sicherheitskonzept überarbeitet. (aba/dpa)

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