Kunstprojekt

Importeur von Glööckler-Panzern erhält Bewährungsstrafe

Das aus den Prozess-Akten mit Erlaubnis des Amtsgerichtes Bensheim (Hessen) abfotografierte Bild zeigt einen vom Designer und Modeschöpfer Harald Glööckler für ein Kunstprojekt bunt bemalten Panzer.

Das aus den Prozess-Akten mit Erlaubnis des Amtsgerichtes Bensheim (Hessen) abfotografierte Bild zeigt einen vom Designer und Modeschöpfer Harald Glööckler für ein Kunstprojekt bunt bemalten Panzer.

Foto: Joachim Barfknecht / dpa

Bensheim  Designer Harald Glööckler bestellte Panzer für ein Kunstprojekt. Der Lieferant hätte das Kriegsgefährt nicht importieren dürfen.

Der Modeschöpfer Harald Glööckler (52) machte aus zwei Panzern Kunstobjekte - den Importeur der Fahrzeuge hat das Amtsgericht Bensheim nun zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Der 49-Jährige wurde am Montag wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz für schuldig befunden. Er habe 2013 zwei zur Bergung schwerer Geräte gedachte Panzer in Großbritannien gekauft und nach Deutschland gebracht. Als klar geworden sei, dass die Militärfahrzeuge nicht „richtig demilitarisiert“ gewesen waren, habe er dies „bereitwillig hingenommen“, sagte Richter Gerhard Schäfer.

Glööckler selbst hatte nichts mit Fall zu tun

Glööckler hat nach Überzeugung der Justiz mit dem Fall selbst nichts zu tun. Der Künstler habe sich nicht im Besitz der Panzer befunden und auch gegen keine Bestimmungen verstoßen, sondern die Fahrzeuge nur umgestaltet.

Die Anklage hatte ein Jahr und neun Monate gefordert, einschließlich einer Zahlung von 2000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert - Bergepanzer seien keine Kriegswaffen, sie seien nicht so gepanzert wie Kampfpanzer. Anklage und Verteidigung wollen noch prüfen, ob sie das Urteil akzeptieren. (dpa)

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