Ermittlungen

Hochgiftiger Skorpion sticht in Hamburger Hotel zu

Dieser Skorpion hatte sich im Schuh einer Frau versteckt und sie gestochen.

Dieser Skorpion hatte sich im Schuh einer Frau versteckt und sie gestochen.

Foto: Feuerwehr Hamburg

Hamburg  In Hamburg ist eine Frau von einem giftigen Skorpion gestochen worden. Jetzt wird gerätselt, wie das Tier an den Ort gekommen ist.

Morgens aus dem Bett steigen, in die Schuhe schlüpfen – und dann aufschreien: In einem Hotel im Hamburger Stadtteil St. Georg ist eine Frau von einem giftigen Sandskorpion gestochen worden. Als sie am Donnerstag gegen 7.45 Uhr ihre Schuhe anziehen wollte, fühlte sie zunächst einen Widerstand und dann einen äußerst schmerzhaften Stich.

Die Frau schüttelte den Schuh aus und konnte den herausfallenden Skorpion geistesgegenwärtig mit einem Becherglas einfangen. Es wurde ein Einsatz für Notarzt, Reptilienexperte der Hamburger Feuerwehr und die Polizei.

Widersprüchliche Angaben zur Giftigkeit

Zwar ist das Tier nur etwa vier Zentimeter lang. Die Feuerwehr Hamburg sprach davon, dass der Stich „hochgiftig“ sei und je nach Giftmenge sogar tödlich enden könne. Der Zoologe und Experte Jan Ove Rein von der Universität Trondheim schreibt in seinen „Scorpion files“, von der Skorpionfamilie, zu der auch die Sandskorpione gehören, gehe für gesunde Erwachsene keine Gefahr aus. Der Stich ist vor allem sehr schmerzhaft.

Lebensbedrohlich können nach Angaben des US-Centers for Desease Control and Prevention Stiche des Rindenskorpions sein. Die größte Gefahr besteht für Kinder, alte und geschwächte Menschen, aber das gilt auch für Wespen- und Bienenstiche.

Herkunft des Tieres unklar

Die Frau wurde aber zunächst von einem Notarzt versorgt und dann zur weiteren Behandlung und Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Der Skorpion wurde in einer Transportbox gesichert und in ein Tierheim gebracht.

Die Polizei soll nun klären, wo das Tier herkam und wie es ins Zimmer der Frau gekommen ist. Zunächst gab es dafür keine Anhaltspunkte. Sandskorpione kommen eigentlich in Nord- und Mittelamerika vor. (josi/law)

Anm. d. Red.: Der Text ist nach einem Hinweis ergänzt worden um Informationen dazu, dass von den Stichen in der Regel keine Gefahr für das Leben ausgeht.

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