US-Mobilfunk

Handynutzer empfangen mysteriöse SMS aus Vergangenheit

In den USA haben mehr als 100.000 Handynutzer mysteriöse SMS erhalten.

In den USA haben mehr als 100.000 Handynutzer mysteriöse SMS erhalten.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Berlin.  Handynutzer in den USA haben mysteriöse SMS aus der Vergangenheit erhalten, wie diverse User meldeten. Alle stammten vom selben Tag.

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Eine SMS vom längst verflossenen Liebhaber oder der verstorbenen Freundin – In den USA haben am Donnerstag etliche Handynutzer mysteriöse Nachrichten erhalten.

Am vergangenen Donnerstag meldeten diverse User der Online-Plattformen Reddit und Twitter, sie hätten aus dem Nichts seltsame Nachrichten empfangen. Eine Twitter-Userin berichtete etwa, sie habe eine SMS von ihrer besten Freundin erhalten. Diese sei allerdings seit Februar tot.

Die Nachrichten waren an Valentinstag verfasst worden

Als sich die Meldungen immer weiter häuften, machten sich einige Reddit-User auf Spurensuche. Bald zeichnete sich ein einheitliches Bild ab: Die Nachrichten wurden alle ursprünglich am 14. Februar 2019 – Valentinstag – verschickt. Außerdem betraf das Problem nur Nutzer US-amerikanischer Mobilfunkanbieter, wie etwa AT&T, Verizon oder T-Mobile.

Eine mögliche Erklärung der Internet-Detektive: Die Nachrichten sind aufgrund eines technisches Fehlers der Anbieter „steckengeblieben“. Einige Zeitungen griffen die Story auf und machten den Übeltäter ausfindig: das Unternehmen „Syniverse“. „Syniverse“ bietet Technologiedienstleistungen für diverse Mobilfunkunternehmen an.

Keine Gefahr für deutsche Nutzer

Wie der Marketingchef Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte, seien während interner Wartungsarbeiten 168.149 nicht zugestellte Textnachrichten an die Kunden diverser Mobilfunkanbieter verschickt worden. Das Unternehmen entschuldigte sich für den Fehler.

Deutsche Kunden müssen keine Bedenken haben, dass auch sie bald Nachrichten aus der Vergangenheit bekommen. SMS dürfen in Deutschland nur 48 Stunden auf den Servern der Mobilfunkanbieter gespeichert werden. Trotzdem sollte man auch hierzulande sensibel mit den Daten auf seinem Handy umgehen . Nicht selten haben installierte Apps unerlaubten Zugriff auf private Informationen . (lhel)

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