Gerichtsurteil

Hakenkreuz auf Dach führt zu 10.000 Euro Geldstrafe

Dieses Hakenkreuz war noch in diesem Jahr auf einem Haus in Augsburg zu sehen.

Foto: Silvio Wyszengrad / dpa

Dieses Hakenkreuz war noch in diesem Jahr auf einem Haus in Augsburg zu sehen. Foto: Silvio Wyszengrad / dpa

Augsburg  Ein Hakenkreuz auf dem Dach ist nicht nur eine ungewöhnliche Hausdekoration, sondern auch verboten. Das mussten nun zwei Männer lernen.

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Mit einem Hochdruckreiniger hatte ein Augsburger seinem Freund ein Hakenkreuz auf das verschmutzte Hausdach gesprüht. Was für die beiden ein Scherz gewesen sein soll, führte nun zu jeweils 5000 Geldstrafe für die 30 und 31 Jahre alte Angeklagten.

Der jüngere Angeklagte hatte in dem Prozess vor dem Augsburger Amtsgericht zugegeben, das Hakenkreuz verursacht zu haben. Es sei „eine dumme Gaudi“ bei einem feuchtfröhlichen Grillabend gewesen. Der 31 Jahre alte Hausbesitzer räumte ein, sich nicht um die Entfernung des Symbols gekümmert zu haben.

Augsburger Gericht sieht keine extremistische Gesinnung

Erst als im vergangenen Januar die Kriminalpolizei ermittelte, verschwand das Hakenkreuz. Amtsrichter Roland Fink sprach beide Angeklagte wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig. Er hielt den Angeklagten zugute, dass sie alles zugegeben hätten, und es keine Hinweise auf eine extremistische Gesinnung gebe.

Riesiges Hakenkreuz in Hamburg ausgebaggert

Riesiges Hakenkreuz in Hamburg ausgebaggert
Riesiges Hakenkreuz in Hamburg ausgebaggert

(dpa)

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