Prozess

Frau misshandelt: Angeklagte zu Bewährungsstrafe verurteilt

Paragrafen-Symbole am Eingang zum Landgericht in Bonn. Hier wurde eine angeklagte Ehefrau wegen Misshandlung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Paragrafen-Symbole am Eingang zum Landgericht in Bonn. Hier wurde eine angeklagte Ehefrau wegen Misshandlung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Foto: dpa

Bonn.  Ein Ehepaar hat eine 23-Jährige schwer misshandelt und vergewaltigt. Nun wurde die angeklagte Ehefrau zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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Im Fall einer schwer misshandelten und vergewaltigten Frau ist die Angeklagte am Freitag vom Landgericht Bonn zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Gericht verhängte gegen die 29-jährige Deutsche wegen gefährlicher Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung ein Jahr und fünf Monate auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr und neun Monate auf Bewährung gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Das Opfer war von der Verurteilten und deren Ehemann in dem Haus eines Ehepaares in Ruppichterroth nahe Bonn festgehalten, misshandelt und vergewaltigt worden. Die Vergewaltigungen gehen laut Gericht auf das Konto des Ehemannes der 29-Jährigen. Er sei der "Haupttäter", der "Initiator", sagte der Richter am Freitag. Ursprünglich war der Mann mitangeklagt. Vor Prozessbeginn war er jedoch gestorben.

Die Taten liegen mehr als vier Jahre zurück: Das Opfer, eine damals 23 Jahre alte Frau, hatte ab Sommer 2013 einige Monate bei dem Ehepaar in Ruppichterroth nahe Bonn gewohnt. Immer wieder wurde sie unter anderem mit einer Gerte schwer misshandelt. Zudem ist es laut Gericht zu erniedrigenden sexuellen Handlungen gekommen. (dpa)

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