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Der WDR will seine Hörfunk-Wellen modernisieren

WDR-Hörfunkchef Wolfgang Schmitz (l.) bei der ARD-Intendantensitzung in Saarbrücken am 12. September (mit SR-Intenfant Thomas Kleist und WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel)

WDR-Hörfunkchef Wolfgang Schmitz (l.) bei der ARD-Intendantensitzung in Saarbrücken am 12. September (mit SR-Intenfant Thomas Kleist und WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel)

Foto: dapd

Köln.   Beim WDR-Hörfunk wird vieles anders und manches hoffentlich besser. Betroffen sind WDR 2, WDR 4, WDR 5 und Funkhaus Europa. Die Änderungen sollen ab Januar nächsten Jahres hörbar sein.

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Beim WDR-Hörfunk wird vieles anders und manches hoffentlich besser. Betroffen sind WDR 2, WDR 4, WDR 5 und Funkhaus Europa. Die Änderungen sollen ab Januar nächsten Jahres hörbar sein. Das erklärte Hörfunkchef Wolfgang Schmitz am Freitag in Köln. Er begründete die neuen Akzente im Programm als Reaktion auf ein verändertes Lebensgefühl der Hörerschaft.

Bei Massenwelle WDR 2 soll es tagsüber künftig nur noch drei statt wie bisher vier Programm-Blöcke geben. Der Titel der 1995 eingeführten Vormittagssendung „Westzeit“ entfällt. Ab Januar beginnt der Tag morgens um fünf mit dem „Morgenmagazin“. Um zehn Uhr folgt das „Mittagsmagazin“, um 14 Uhr das Magazin „Zwischen Rhein und Weser“. Schmitz: „Den Titel gibt es seit 1950, der ist so schön retro – den wollten wir nicht aufgeben.“ Um 18 Uhr beginnt, wie bisher, das Magazin „Der Tag“.

WDR 2 wirbt mit dem Slogan „Immer gut informiert“. Laut Schmitz steht aktuelle, schnelle Berichterstattung im Vordergrund. Dabei liegt ein Akzent auf NRW.

Bei der von vielen älteren Menschen bevorzugten Welle WDR 4 stehen weitere Veränderungen an. Sie betreffen das Abendprogramm unter der Woche und das Vormittagsprogramm am Sonntag. Die Operettensendung am Freitag verschmilzt mit dem abendlichen Samstagskonzert. „Spielereien mit Schallplatten“ wandern vom Sonntagvormittag auf Dienstag, 20 Uhr. „Klassik populär“ wird im nächsten Jahr freitags, 20 Uhr, statt sonntags, 12 Uhr, ausgestrahlt. „Folklore der Heimat“, aktuell dienstags, 20 Uhr, wird donnerstags, 20 Uhr, gespielt. „Bläserklänge“ gibt’s demnächst dienstags, 21 Uhr. Bisheriger Sendeplatz: freitags, 21 Uhr. „Chansons und Liederliches“ werden von donnerstags, 20 Uhr, auf dienstags, 21 Uhr, verschoben.

Bei WDR 5 ändert sich das Programm am Wochenende. Samstags rückt der Vormittagskrimi nach hinten. Künftig ist er ab 17.05 Uhr zu hören. Die zweistündige Ein-Thema-Sendung „Oase“ entfällt am Samstagvormittag. In beiden Fällen reagiert der WDR auf Hörer-Wünsche. Der Samstagvormittag, so habe es vielfach geheißen, sei die Zeit für das Familienfrühstück oder aber zum Einkaufen.

Stattdessen lädt WDR 5 am Samstagvormittag zur Zwei-Stunden-Sendung „Neugier genügt“ ein. Um 12.05 Uhr folgt das Medienmagazin „Töne, Texte, Bilder“ mit auf 55 Minuten mehr als verdoppelter Sendezeit. Das halbstündige Porträt-Format „Privat-Radio“ geht auf in „Neugier genügt“.

Ein Block zum Thema Religion

Sonntags bildet WDR einen Block zum Thema Religion. „Alte und neue Heimat“ firmiert künftig als „Osteuropa-Magazin“ – und wird bereits um 8.05 Uhr ausgestrahlt. Um 8.40 Uhr folgt „Das geistliche Wort“. Um 9.20 Uhr wird das Religionsmagazin „Diesseits von Eden“ ausgestrahlt, um 10 Uhr der Gottesdienst.

Die Sendung „Privat-Radio“ (18.05 Uhr) wird ersetzt durch das Auslandsmagazin „Echo der Welt“. Die Abendsendungen „Tiefenblick“ (22.05 Uhr) und „Lebenszeichen“ (22.35 Uhr) tauschen die Plätze.

Im Funkhaus Europa steht Blockbildung an. Wochentags beginnen die muttersprachlichen Ausländer-Sendungen um 18 Uhr – ebenso die zweisprachigen Formate am Samstag und die muttersprachlichen Sendungen am Sonntag.

1Live und WDR 3 bleiben unverändert.

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