Pandemie

Corona: Alle wichtigen Zahlen des RKI im Überblick

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Mehr als jeder zweite Deutsche mindestens einmal gegen Corona geimpft

Mehr als jeder zweite Deutsche mindestens einmal gegen Corona geimpft

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ist inzwischen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin mit.

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Berlin.  Das Robert Koch-Institut gibt täglich Updates zu den Corona-Fallzahlen, zur Inzidenz und zum R-Wert in Deutschland. Ein Überblick.

  • Das RKI meldet täglich aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland. Beim R-Wert gibt es jedoch technische Probleme
  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter und ist seit langem wieder einstellig
  • Alle wichtigen Corona-Fallzahlen wie Inzidenz und R-Wert haben wir hier zusammengefasst

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 842 Neuinfektionen und 16 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Vor einer Woche hatten die Zahlen bei 1489 Ansteckungen und 18 Toten gelegen.

Corona in Deutschland: Höchstwerte bei Todeszahlen im Januar

Der höchste Wert bei den innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Der Höchststand von 1244 registrierten Todesfällen binnen 24 Stunden wurde am 14. Januar gemeldet.

Interaktive Grafik: Wie tödlich das Coronavirus wirklich ist

Corona-Zahlen des RKI: So hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz

  • Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 8,8.
  • Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 9,3 beziffert.
  • Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 17,3.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus geworden. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz so zu mindern und auf niedrigem Niveau zu halten, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Kontakten der Corona-Infizierten leisten können.

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.721.981 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die geschätzte Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.603.000 an.

Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Der bundesweite R-Wert konnte laut RKI am Sonntagabend aufgrund technischer Probleme nicht angegeben werden. Am Samstag hatte er bei 0,61 gelegen (Vortag: 0,59). Liegt der R-Wert über eins, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen langfristig. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

Datum 20. Juni 19. Juni 18. Juni
4-Tage-R-Wert x 0,61 0,59
7-Tage-R-Wert x 0,70 0,72

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Auch dieser konnte am Sonntag nicht angegeben werden. Am Samstagabend lag dieser Wert laut RKI-Schätzungen bei 0,69. Am Vortag lag er bei 0,70. Dieser Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen häufig?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Gesamtzahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 20. Juni):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 814.823
Bayern 646.412
Baden-Württemberg 499.386
Hessen 290.174
Sachsen 285.645
Niedersachsen 260.637
Berlin 179.870
Rheinland-Pfalz 154.863
Thüringen 128.642
Branden­burg 108.637
Sachsen-Anhalt 99.175
Hamburg 77.097
Schleswig-Holstein 63.759
Mecklenburg-Vorpommern 44.097
Saarland 41.382
Bremen 27.382

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