Pandemie

Corona-App und CovPass: So lädt man den Impfnachweis hoch

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Mehr als 22 Millionen digitale Impfpässe in Deutschland ausgestellt

Mehr als 22 Millionen digitale Impfpässe in Deutschland ausgestellt

In Deutschland wurden bereits mehr als 22 Millionen digitale Impfpässe ausgestellt, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mitteilt. Geimpfte können ihr Zertifikat, etwa bei einer Reise, in Form eines QR-Codes auf dem Smartphone vorzeigen. Bis Ende Juni soll es allen, die es wollen, zur Verfügung stehen.

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Berlin.  Ab sofort kann man den Nachweis für die Corona-Impfung in zwei Apps der Bundesregierung und des RKI hinterlegen. Alle wichtigen Infos.

  • Die Corona-Impfung lässt sich nun auch digital nachweisen
  • In der neuesten Version der Corona-Warn-App können Nutzer den digitalen Impfpass hinterlegen
  • Auch mit der eigens dafür entwickelten CovPass-App ist der Nachweis möglich
  • Wir zeigen, wie Sie die Impfung in die App eintragen können

Lange wurde er angekündigt, nun steht er endlich zur Benutzung bereit: Wer möchte, kann seinen Impfnachweis für die Covid-19-Impfung in der Corona-Warn-App oder dem neuen "CovPass" hinterlegen. Mit dem digitalen Impfass muss man als vollständig geimpfte Person in Zukunft nicht mehr seinen gelben Impfpass aus Papier mitnehmen, um sich als immunisiert auszuweisen.

Die Macher der offiziellen Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts veröffentlichten vergangene Woche die aktuelle Version der Tracing-App in den App-Stores von Apple und Google. Die neue Ansicht der App enthält nun die Funktion, mit der man über einen personalisierten QR-Code seinen Impfnachweis gesichert auf seinem Smartphone hinterlegen kann.

Ob man die neueste Version der Corona-Warn-App gedownloadet hat, lässt sich im App-Store überprüfen. Neu als Download verfügbar ist die "CovPass"-App, die rein zur Hinterlegung des digitalen Impfnachweises dient.

Lesen Sie hier: Welche Apotheken stellen den digitalen Impfpass aus?

Digitaler Impfnachweis in der App: So erhält man das Dokument für die Corona-Impfung

Die Ausgabe der digitalen Impfnachweise ist in Deutschland Anfang Juni gestartet. Zuvor wurden in den Bundesländern Feldversuche, meist in Impfzentren, durchgeführt, um Sicherheit und Handhabung des digitalen Zertifikats zu testen.

Digitaler Impfpass: Spahn bittet um Geduld
Digitaler Impfpass: Spahn bittet um Geduld

Um die Impfinformationen im Smartphone zu hinterlegen, braucht man einen QR-Code, der abgescannt werden kann. Diese Barcodes bestehen aus schwarzen und weißen Quadraten, die von Handy-Kameras als kodierte Abbildung einer Webadresse erkannt werden. Scannt man das Quadrat auf dem Impfzertifikat mit den jeweiligen Apps, werden die Impfinformationen über einen sicheren Server abgerufen und gespeichert.

Die Dokumente mit diesem QR-Code zum digitalen Nachweis der Impfung können in vielen Apotheken nachträglich ausgestellt werden. Die Apotheken schicken die Daten ans Robert-Koch-Institut (RKI) und bekommen von dort das Impfzertifikat samt QR-Code ausgestellt. Den reichen sie dann auf Papier an die Geimpften weiter.

In Zukunft sollen aber nicht nur Apotheken den QR-Code ausstellen. Wer seine zweite Impfung erst noch erhalten muss, soll das Dokument ebenso in autorisierten Impfzentren, Arztpraxen und Krankenhäusern ausgestellt bekommen. Die Technik dafür muss aber erst noch ausgerollt werden.

Die Übertragung in die Corona-Warn-App und analog den CovPass ist dann relativ einfach.

  • Nachdem man die App geöffnet hat, wählt man das Feld „Impfnachweis hinzufügen“ an.
  • Daraufhin öffnet sich die Kamerafunktion in der Corona-Warn-App bzw. der CovPass-App.
  • Durch Vorhalten des QR-Codes, welcher auf dem Impfzertifikat aufgedruckt ist, werden die Informationen zur Corona-Impfung eingelesen.
  • Die notwendigen Informationen zur Impfung werden in der App hinterlegt und können ab dann auch ohne Interverbindung angezeigt werden.
  • Dienstleister können mit der App "CovPassCheck" den Impfstatus von Gästen wiederum durch Scannen des QR-Codes überprüfen.

Digitaler Impfnachweis bisher mit zwei Apps möglich

Menschen in Deutschland, die keine Tracing-App für die Anzeige eines digitalen Impfnachweises verwenden möchten, können auf die andere Smartphone-App CovPass ausweichen, die keine Kontaktverfolgungsfunktion hat. Außerdem wird der Impfnachweis auch ausgedruckt auf Papier ausgegeben, auch der gelbe Impfpass bleibt weiter genauso gültig.

Der CovPass soll künftig zudem, ähnlich wie die Corona-Warn-App, auch negative Testergebnisse und zusätzlich überstandene Infektionen dokumentieren und so das Reisen innerhalb der EU für alle einfacher machen. Wann dies der Fall ist, ist aber noch unklar. Mittlerweile kann man den Impfnachweis auch in der Luca-App hinterlegen.

Der volle Impfschutz, der 14 Tage nach der zweiten Impfung eintritt, muss beim Eintragen noch nicht gegeben sein – der QR-Code in der App wird jedoch erst nach diesem Zeitraum gültig. Ob Apotheken in der Nähe die Nachweise ausstellen, können Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem Online-Portal www.mein-apothekenmanager.de nachschauen.

Corona-Warn-App: Mittlerweile über 28 Millionen Downloads

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 25 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung tatsächlich einsetzen.

Die Corona-Warn-App soll den Menschen dabei helfen festzustellen, ob sie in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. Dadurch können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App erfasst dabei mit Hilfe von Bluetooth-Funksignalen, ob sich Menschen über einen bestimmten Zeitpunkt gefährlich nahe gekommen sind. Die anonymisierte Warnung wird ausgelöst, wenn Infizierte nach einem positiven Corona-Test ihren Infektionsstatus in die App eintragen.

(mit dpa/lary/kai)

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