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Corona: 50.000 Teilnehmer – Krawalle bei Demo in Brüssel

| Lesedauer: 62 Minuten
Studie: FFP2-Masken schützen besser vor Omikron als vor Delta

Studie: FFP2-Masken schützen besser vor Omikron als vor Delta

Eine Studie zeigt einen großen Unterschied wie wirksam FFP2-Masken bei Omikron im Vergleich zu Delta sind.

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Bei Protesten gegen die Corona-Auflagen kam es in Brüssel zu Krawallen. Scholz spricht sich gegen Lockerungen aus. Mehr News im Blog.

  • 50.000 Menschen haben in Brüssel gegen die Corona-Auflagen demonstriert
  • Die Pläne für die Impfpflicht werden konkreter
  • Vor dem Corona-Gipfel am Montag spricht sich Markus Söder gegen verschärfte Maßnahmen aus
  • Der Corona-Expertenrat kritisiert die dünne Datenlage und fordert deutliche Verbesserungen
  • Karl Lauterbach kündigt den Start einer neuen Corona-Impfkampagne an
  • Dieser Corona-Newsblog schließt

Berlin. Die Corona-Zahlen brechen aktuell täglich neue Rekorde. Am Sonntag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 85.440 Neuinfektionen. Die Omikron-Variante treibt auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in ungekannte Höhen: Sonntagmorgen stieg der Wert auf 806,6.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hat im Vorfeld des Corona-Gipfels angesichts der hohen Inzidenzwerte und Fallzahlen eine überraschende Empfehlung herausgegeben. Demnach empfiehlt das Gremium keine Lockerungen der Corona-Verschärfungen in Deutschland. Die bestehenden Regelungen müssten stattdessen beibehalten und konsequent umgesetzt werden, hieß es. Zudem müssten weitere Maßnahmen vorbereitet werden: "Unter den aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen steigen die Inzidenzen weiter und es ist anzunehmen, dass die medizinische Versorgung zumindest regional eingeschränkt sein wird."

Mehr dazu: Corona in Deutschland – Die aktuellen Zahlen des RKI im Überblick

Corona-News von Sonntag, 23. Januar 2022: Corona-Newsblog geschlossen

21.01 Uhr: Dieser Corona-Newsblog ist geschlossen. Aktuelle News zur Corona-Pandemie lesen Sie hier, in unserem neuen Blog.

50.000 demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Maßnahmen

17.46 Uhr: Zehntausende Menschen haben in Brüssel gegen die Corona-Auflagen demonstriert, teilweise mit Gewalt. 50.000 Menschen versammelten sich am Sonntag in der Brüsseler Innenstadt, wie eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Sechs Personen seien bereits vor Beginn der Demonstration wegen Besitzes von gefährlichen oder verbotenen Gegenständen festgenommen worden, sagte die Sprecherin.

Die Demonstranten marschierten vom Nordbahnhof ins europäische Viertel, wo teils Krawalle ausbrachen, wie die Nachrichtenagentur Belga und andere Medien berichteten. Demnach warfen Demonstranten Gegenstände auf Polizisten und beschädigten Gebäude. Die Polizei habe Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um die Beteiligten wegzudrängen. Auf Videos online waren eingeschlagene Fensterscheiben des Gebäudes des Europäischen Auswärtiger Dienstes zu sehen. Ab 15 Uhr wurde die Demonstration nach Angaben der Polizei aufgelöst.

Das Twitter-Video eines Journalisten, der sich offenbar vor Ort aufhielt, zeigt, wie Demo-Teilnehmer einen Polizeibus angreifen.

Laut einem Belga-Bericht hielten die Demonstranten Fahnen aus verschiedenen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Polen, viele trugen keine Masken. Auf Schildern standen den Angaben zufolge Parolen gegen die Corona-Impfung und Aufrufe, Kinder zu "schützen". Die Demonstration wurde laut Belga von verschiedenen europäischen Gruppen organisiert.

Scholz spricht sich gegen Lockerungen aus

17.02 Uhr: Vor den neuen Bund-Länder-Gesprächen zur Coronalage hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gegen Lockerungen bei den Eindämmungsmaßnahmen ausgesprochen. "Wir brauchen keine Kurskorrektur", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" laut Vorabmeldung vom Sonntag. "Es ist jedenfalls sicher nicht angebracht, mitten in der Omikron-Welle auf breiter Front die Regeln zu lockern."

Am Montag wollen sich die Spitzen von Bund und Ländern erneut über das Vorgehen in der Corona-Pandemie abstimmen. Das Geschehen wird derzeit durch eine rasante Verbreitung von Infektionen mit der leicht übertragbaren Omikron-Variante des Coronavirus geprägt, die sich allerdings zumindest bislang nicht in einer erneut steigenden Belastung der Intensivstationen der Krankenhäuser niederschlägt.

Nur einer von 77 Hamstern in Hongkong Corona-positiv

15.50 Uhr: Nach dem Aufruf zur Tötung hunderter Hamster in Hongkong aus Gründen der Corona-Pandemiebekämpfung sind 77 Nager von Tierhaltern abgegeben worden. Unter den getöteten Tieren sei nur ein Hamster positiv getestet worden, teilten die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone am Sonntag mit. Die Keulungsaktion der süßen Nager hatte für Aufsehen gesorgt und die strikte Null-Covid-Strategie Hongkongs in Frage gestellt.

Nach der Entdeckung mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Hamster in einer Tierhandlung hatten die Behörden die Tötung hunderter Hamster und anderer Nagetiere wie Kaninchen und Meerschweinchen angeordnet, rund 2000 Tiere aus Tierhandlungen wurden gekeult.

Zehntausende auf Demo gegen Corona-Auflagen

14.47 Uhr: In Brüssel demonstrieren Zehntausende Menschen gegen Corona-Auflagen. Laut ersten Schätzungen der Polizei versammelten sich mehrere Zehntausend in der Brüsseler Innenstadt. Sechs Personen seien bereits vor Beginn der Demonstration festgenommen worden wegen Besitz von gefährlichen oder verbotenen Gegenständen.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga hielten die Demonstranten Fahnen aus verschiedenen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Polen, viele trugen keine Gesichtsmasken. Auf Schildern standen den Angaben zufolge Parolen gegen die Corona-Impfung und Aufrufe, Kinder zu "schützen". Die Demonstration wurde laut Belga von verschiedenen europäischen Gruppen organisiert.

Söder lehnt Verschärfungen ab

14.24 Uhr: Vor dem Treffen von Bund und Ländern am Montag spricht sich Bayerns Regierungschef Markus Söder gegen verschärfte Corona-Maßnahmen aus. Vielmehr gehe es um die Anpassung der Regeln an einzelnen Stellen. "Wir wollen in der Kultur, beim Sport und in der Jugendarbeit wieder mehr Teilhabe ermöglichen", sagt der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeinen". "Omikron ist nicht Delta, deshalb können wir die Maßnahmen auch nicht 1:1 von der einen auf die andere Mutation übertragen."

Der entscheidende Maßstab sei die Belastung des Gesundheitssystems, so Söder. "Und dank der konsequenten Maßnahmen der vergangenen Wochen sowie der milderen Verläufe bei Omikron sind die Zahlen bei den belegten Intensivbetten insgesamt erfreulicherweise gesunken."

Expertenrat kritisiert dünne Corona-Datenlage

12.21 Uhr: Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung kritisiert eine zu dünne Datenlage bei der Pandemiebeobachtung in Deutschland und mahnt "dringende Maßnahmen für eine verbesserte Datenerhebung und Digitalisierung" an. Auch zwei Jahre nach Beginn der Pandemie bestehe weiterhin kein Zugang zu einigen wichtigen, aktuellen Versorgungsdaten, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Gremiums.

Die Omikron-Welle verstärke und verdeutliche das Defizit. "Eine Echtzeitübersicht über alle verfügbaren Krankenhausbetten mit aktueller Belegung auch außerhalb der Intensivmedizin wird dringend benötigt." Die Expertinnen und Experten fordern zeitnahe, tagesaktuelle Daten etwa zu Krankenhauseinweisungen in allen Altersgruppen und zu freien und belegten Ressourcen.

Verwiesen wird auf andere Länder, wie Israel, wo eine "Datenerhebung in Echtzeit auf individueller Fallebene zur effizienten Bewältigung der Pandemie erheblich beigetragen" habe. Im Moment bediene sich Deutschland zur Einschätzung der Omikron-Variante vorrangig ausländischer Untersuchungen. Diese ließen sich aber wegen der unterschiedlichen Altersstruktur, unterschiedlicher Impfquoten und verschiedener Gesundheitssysteme nur schwer auf Deutschland übertragen.

Corona-Pandemie verursacht enorme wirtschaftliche Schäden

12.12 Uhr: Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen beiden Jahren zu enormen wirtschaftlichen Schäden geführt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln kommt in einer Analyse zum Ergebnis, dass der Wertschöpfungsausfall bei rund 350 Milliarden Euro liegt. Ein Großteil davon gehe auf Ausfälle beim privaten Konsum zurück, unter anderem wegen Lockdown-Maßnahmen.

Selbst wenn zum Jahresende 2022 beim Bruttoinlandsprodukt das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden sollte, bestehe auch dann noch eine "markante Lücke" zur Wirtschaftsleistung im Vergleich dazu, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte, heißt es in einem IW-Kurzbericht. "Erst mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren können Stück für Stück die Wertschöpfungs- und Einkommenslücken infolge der Pandemie wieder geschlossen werden."

Pläne für Corona-Impfpflicht ab 18 nehmen Konturen an

10.21 Uhr: Wenige Tage vor den ersten Beratungen über eine Corona-Impfpflicht im Bundestag nehmen die Pläne der Befürworter Konturen an. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese, der zusammen mit anderen Abgeordneten der Ampel-Koalition Eckpunkte einer Impfpflicht ab 18 Jahren vorbereitet, nennt jetzt Einzelheiten der Pläne: Die Pflicht sollte auf ein bis zwei Jahre befristet sein, für nicht mehr als drei Impfungen gelten und über Bußgelder durchgesetzt werden, sagt der Innen- und Rechtspolitiker der Deutschen Presse-Agentur.

Wiese hatte am Freitag zusammen mit sechs Politikern von Grünen und FDP in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten außer denen der AfD einen Gruppenantrag für eine Impfpflicht ab 18 angekündigt. Es gehe darum, "eine nachhaltige, verhältnismäßige und gleichzeitig zielgerichtete Lösung zu finden", heißt es in dem Schreiben. Das sind nun die ersten Details der Vorschläge, über die am Mittwoch im Bundestag debattiert werden soll:

  • Pflicht für nur drei Impfungen: Zwei, drei oder am Ende sogar noch mehr? Es muss geklärt werden, wie viele Impfungen für die Erfüllung der Pflicht notwendig sind.
  • Befristung auf ein bis zwei Jahre: Diese Impfpflicht sollte nicht für immer gelten“, sagt Wiese.
  • Bußgeld als Hauptsanktion: Und über welche Sanktionen sollen Ungeimpfte zur Impfung bewegt werden? "Stand heute wäre ich eher für ein reines Bußgeld", sagt Wiese.
  • Impfregister zu aufwendig: Die Umsetzung der Impfpflicht könnte über die Erfassung von Impfungen in einem zentralen Register erfolgen. Dessen Aufbau ist aber aufwendig und es gibt Bedenken von Datenschützern. "Für die aktuelle Debatte ist das aus zeitlichen Gründen nicht sinnvoll", sagt Wiese.

Kühnert warnt vor Lockerungen bei Gipfel

9.55 Uhr: Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern hat SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert die Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach Lockerung der Schutzmaßnahmen zurückgewiesen. Solche Rufe aus Bayern seien "verfrüht", sagte Kühnert dieser Redaktion. Söder wolle offenbar vom selbsterklärten Team Vorsicht ins Team "Freedom Day" wechseln.

"Für umfangreiche Lockerungen ist bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag aber definitiv noch nicht die Zeit gekommen", sagte Kühnert. "Und es wäre wichtig, wenn überall die 2G-plus-Regelung in der Gastronomie umgesetzt wird – auch endlich in Bayern."

Kühnert begründete seinen Kurs mit der Sorge um die Arbeitsfähigkeit der kritischen Infrastruktur angesichts der Infektionszahlen auf Rekordniveau. "Das ist in der aktuellen Omikron-Welle der entscheidende Punkt", sagte Kühnert. "Vorsicht ist daher weiterhin unbedingt geboten, damit wir nicht Teile unserer Grundversorgung daniederliegen haben in den nächsten Wochen. Schon jetzt dünnen manche Verkehrsanbieter ihre Angebote aus, die Vorboten sind unverkennbar."

Zurückhaltend äußerte sich Kühnert zu einer allgemeinen Impfpflicht. "Mich beschäftigt insbesondere die Frage, wie bei einem sich permanent wandelnden Virus mit Auswirkungen auf Gefährlichkeit der Erkrankung und Wirkungsgrad der Impfstoffe trotzdem eine Entscheidung zur Verhältnismäßigkeit einer allgemeinen Impfpflicht getroffen werden kann, die dann Bestand hat", sagte er. Der Teufel stecke im Detail.

Lauterbach kündigt mehrsprachige Impfkampagne an

8.35 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für die kommende Woche den Start einer neuen Impfkampagne in der Corona-Pandemie angekündigt. "Wir sind in der Pflicht, die Menschen zu erreichen", sagte er der "Bild am Sonntag". Daher beginne am Dienstag eine breit angelegte Kampagne mit Plakaten sowie Radio- und Fernsehspots.

Diese sei "kreativer" als die bisherigen Versuche, die Bevölkerung zum Impfen zu ermuntern. "Und sie ist in ganz unterschiedlichen Sprachen", fügte Lauterbach hinzu. Die neue Impfkampagne soll demnach unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, darunter Ältere, Familien und junge Männer auf dem Land sowie Menschen mit Migrationshintergrund.

Inzidenz steigt auf über 800

7.45 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet 85.440 Neuinfektionen. Das sind 32.936 Fälle mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 806,6 von 772,7 am Vortag und erreicht damit einen neuen Höchstwert. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

54 Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 116.718. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 8,68 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Virologin Brinkmann für Impfpflicht ab 50

4.27 Uhr: Die Virologin Melanie Brinkmann befürwortet eine Impfpflicht gegen Corona für Menschen ab 50. "Ich bin kein Fan der Impfpflicht, aber ich bin skeptisch, ob wir mit anderen Maßnahmen wie Impfkampagnen und Aufklärung allein die Impflücke so schließen können, dass wir in ruhige Fahrwasser kommen", sagte Brinkmann der "Rheinischen Post".

Eine Impfpflicht für Menschen über 50 würde Sinn machen, sagte Brinkmann mit Blick auf eine entsprechende Vorgabe in Italien. Bislang sei es überwiegend diese Altersgruppe, die die meisten Corona-Krankenhausbehandlungen notwendig mache. Allerdings gab sie zu bedenken, dass auch jüngere Menschen schwer erkranken und mit einer Impfung ihr Risiko stark senken könnten. Die Professorin der Technischen Universität Braunschweig sitzt im Corona-Expertengremium der Bundesregierung.

Corona-News von Samstag, 22. Januar 2022: Schwesig fordert vor Corona-Gipfel zum Kurshalten auf

22.18 Uhr: Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat sich vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern dafür ausgesprochen, den bisherigen Kurs fortzusetzen. "Aus meiner Sicht braucht es keine weiteren Verschärfungen, aber gibt es auch keinen Spielraum für Lockerungen", sagte Schwesig dieser Redaktion. "Die hohen Infektionszahlen bereiten uns allen Sorge." Es müsse sichergestellt sein, dass auch in Zukunft alle, die schwer erkranken, die notwendige medizinische Hilfe bekommen. "Deshalb sollten wir die bisherigen Schutzmaßnahmen, insbesondere die Kontaktbeschränkungen und die 2G und 2G-Plus-Regeln fortführen", fügte Schwesig hinzu.

Städtetag fordert Ausweitung der Corona-Testmöglichkeiten

22.05 Uhr: Angesichts sprunghaft steigender Infektionszahlen hat Städtetagspräsident Markus Lewe davor gewarnt, die kritische Infrastruktur durch fehlende PCR-Tests zu gefährden. "Inzwischen steigen die Krankmeldungen und Quarantänefälle auch in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen genauso wie in Schulen und Kitas", sagte Lewe dieser Redaktion. "Der Einsatz des dafür nötigen Personals sollte nicht daran scheitern, dass Test-Ergebnisse nicht rechtzeitig vorliegen." Vor der Corona-Runde von Bund und Ländern am Montag rief der Oberbürgermeister von Münster dazu auf, die PCR-Testkapazitäten schnell auszuweiten - etwa durch die Nutzung sogenannter POC-PCR-Tests, die ohne Labor auskämen und schnelle Ergebnisse lieferten.

Zudem appellierte Lewe an Bund und Länder, zügig offene Fragen bei der Impfpflicht für das Personal von Krankenhäusern und Pflegeheimen zu klären. "Die Städte unterstützen die einrichtungsbezogene Impfpflicht, die konkrete gesetzliche Ausgestaltung hat aber das Potential, für Chaos zu sorgen", kritisierte der Städtetagspräsident. "Denn dass beispielsweise die stark belasteten Gesundheitsämter nach dem Stichtag am 15. März noch zusätzlich viele tausende Verwaltungsverfahren wegen nicht nachgewiesener Impfungen verfolgen, ist schlicht nicht umsetzbar." Das führe zu Unklarheit, ob das Personal nicht eingesetzt werden dürfe.

Ärztegewerkschaft Marburger Bund: Impfpflicht muss drei Impfungen umfassen

22.01 Uhr: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund spricht sich dafür aus, die Bundesbürger im Rahmen der geplanten Impfpflicht auf drei Impfungen zu verpflichten: "Als geimpft im Sinne einer solchen Nachweispflicht kann nur gelten, wer auch eine Drittimpfung bekommen hat", sagte deren Vorsitzende, Susanne Johna, dieser Redaktion. "Wir wissen inzwischen, dass eine Impfung erst dann als vollständig gelten kann, wenn drei Impfungen stattgefunden haben."

Es sollte allerdings Übergangsregeln geben, um den Menschen Zeit zu geben, sich mit den üblichen Abständen vollständig impfen zu lassen, so Johna. Zudem solle eine Impfpflicht zunächst auf zwei Jahre befristet werden. "Vor Ablauf der zwei Jahre sollte die Lage dann neu bewertet werden – etwa mit Blick auf neue Virusvarianten und möglicherweise neuen Impfempfehlungen." Es könne sein, dass dann eine Lage erreicht sei, die es erlaube, die Impfpflicht wieder aufzuheben.

Drosten warnt vor Kombi-Variante von Omikron und Delta

20.59 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hat in einem Interview mit dem Deutschlandfunk vor der Entstehung einer Kombi-Variante aus Omikron und Delta gewarnt. Sollte eine Variante mit dem Spike-Protein der Omikron- und ansonsten dem Genom der Delta-Variante entstehen, würde diese die stärksten Eigenschaften beider Varianten besitzen. Also hoch ansteckend wie Omikron und gefährlich wie Delta sein. Eine derartige Vermischung von Viren-Varianten wäre nicht neu. "Das ist schon beschrieben worden, das muss man im Moment befürchten, dass so etwas passieren könnte", sagte Drosten.

Er warnte vor der Idee die Bevölkerung mit der Omikron-Variante durchseuchen zu lassen. Der Glaube, dass danach eine Herdenimmunität bestehe, sei ein Trugschluss. Es könnte sein, dass diejenigen, die noch gar keine Immunität haben, sich zwar mit dem Omikron-Virus, wie es jetzt im Moment ist, infizieren könnten – ohne einen sehr schweren Verlauf zu kriegen. Aber es könnte ebenfalls sein, dass innerhalb von wenigen Wochen plötzlich eine Omikron-Virusvariante da ist, die wieder eine stärker krankmachende Wirkung mitbringt. Gegen diese Wirkung hätten diejenigen, die nicht geimpft sind, dann gar keinen Immunschutz."

Tausende demonstrieren gegen Corona-Politik

19.24 Uhr: Auch diesen Samstag haben in mehreren deutschen Städten Tausende Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert. So kamen in Hamburg laut Polizeiangaben rund 3300 Menschen zu Protesten zusammen. 200 Demonstranten mehr hatten sich in Düsseldorf angemeldet. In Bielefeld zählte die Polizei mindestens 750 Demo-Teilnehmer. Ausschreitungen wurden in keiner der drei Städte gemeldet.

Auch in Stuttgart, Chemnitz, Leipzig, Dresden,Freiburg und im hessischen Offenbach demonstrierten nach Polizeiangaben jeweils über tausend Menschen friedlich gegen die Corona-Politik der Regierung. In Stuttgart machten Demonstranten vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) Halt.

Auch PCR-Testung soll eingeschränkt werden

17.57 Uhr: Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland sollen nicht mehr alle per Schnelltest positiv Getesteten einen PCR-Test bekommen. Die Gesundheitsminister der Länder sprachen sich am Samstag einstimmig dafür aus. Sie begrüßten entsprechende Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für eine Priorisierung von PCR-Tests.

Unbedingt eine PCR-Testung erhalten sollen Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sowie Hochrisikopatienten und Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe. Für alle anderen Personen, die keine Symptome haben und ein positives Antigentest-Ergebnis vorweisen können, soll auf eine Bestätigung per PCR verzichtet werden. Befürwortet wird stattdessen eine Nachtestung mit einem zweiten überwachten Antigentest. "Das könnte noch einmal ein Weg sein, etwas Entlastung für die eh schon sehr, sehr geforderten Gesundheitsämter zu schaffen", sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) nach der Schaltkonferenz mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Lesen Sie dazu: Priorisierung bei PCR-Tests geplant – Was das bedeuet

Untervariante von Omikron wird in Großbritannien stärker beobachtet

16.04 Uhr: Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Untervariante von Omikron wird in Großbritannien künftig aufmerksamer beobachtet. Die britische Gesundheitsbehörde stufte die Variante namens BA.2, eine spezielle Ausprägung der Omikron-Mutante, als "Variante unter Beobachtung" ein. Üblicherweise werden Varianten, die gegebenenfalls irgendwann "besorgniserregende Varianten" genannt werden, zunächst beobachtet und weiter analysiert. Grund ist der Verdacht, dass BA.2 noch leichter übertragbar sein könnte als die Urform der Omikron-Variante, die auch BA.1 heißt.

Bislang seien in Großbritannien 426 Fälle von BA.2 bekannt, hieß es am Freitagabend von der Behörde. Erste Analysten legten die Vermutung nahe, dass die Untervariante noch leichter übertragbar sein könnte als BA.1 - aber es seien noch weitere Analysen notwendig. Unklar ist außerdem, wo die Variante als erstes aufgetaucht sein könnte. Es seien auch Fälle aus Dänemark, Indien, Schweden und Singapur bekannt – der Großteil davon in Dänemark mit mehr als 6400 Fällen.

Beschäftigen in Kliniken oder Pflege soll bevorzugt Novavax-Impfung angeboten werden

16.00 Uhr: Beschäftigte im Gesundheitsbereich und in der Pflege sollen "bevorzugt" den Impfstoff von Novavax erhalten können, wenn die Impfpflicht für diese Berufsgruppen Mitte März in Kraft tritt. Das beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Samstag. Laut einem Bericht des "Tagesspiegel" soll eine erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen des Impfstoffs ab 21. Februar zur Verfügung stehen. Demnach wollen mehrere Bundesländer eine Verschiebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht.

Stattdessen solle erst auf die Einführung des Novavax-Impfstoffs gewartet werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte das Vakzin am 20. Dezember für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Dosen nötig.

Kontaktnachverfolgung wird auf gefährdete Gruppen konzentriert

15.22 Uhr: Die Gesundheitsämter sollen sich wegen der stark steigenden Infektionszahlen künftig auf die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen im Klinik- und Pflegebereich und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung konzentrieren. Das haben die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder am Samstag bei einer Schaltkonferenz beschlossen. Neben der Kontaktaufnahme zu infizierten Personen und deren Haushaltsangehörigen solle die Nachverfolgung in diesen Bereichen „mit höchster Priorität“ zum Schutz sogenannter vulnerabler Gruppen durchgeführt werden, hieß es in einem einstimmig gefassten Beschluss.

"Weitere Kontaktpersonen" müssen demnach damit rechnen, dass sie "in der Regel mit deutlichem Zeitverzug oder nicht mehr durch die zuständigen Behörden kontaktiert werden können." Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich für eine Neuausrichtung der Kontaktnachverfolgung ausgesprochen.

Hong Kongs Regierungschefin verteidigt umstrittene Hamster-Keulung

14.16 Uhr: Carrie Lam, Regierungschefin in der von China kontrollierten Sonderverwaltungszone Hongkong, hat die geplante Keulung von rund 2000 Hamstern verteidigt. Die Behörden hatten die Tötung der Nager am Dienstag angeordnet, nachdem sich die Mitarbeiterin einer Zoohandlung über die Tiere mit dem Coronavirus infiziert haben soll. Auch die Einfuhr von Kleintieren nach Hongkong ist zeitweise ausgesetzt. Sie habe Verständnis für die unglücklichen Tierhalter, sagte Lam. Das Interesse an der Kontrolle der Pandemie überwiege jedoch.

Am Freitag hatten Tierschützer vor einer Sammelstelle für die Hamster mit einer Protestaktion für Aufsehen gesorgt und Hamsterbesitzer von der Abgabe ihrer Nager abgehalten hatten.

Das Ministerium forderte die Menschen dazu auf, „solche Aktionen sofort zu stoppen und weggenommene Hamster zurückzubringen“. Die Polizei sicherte die offizielle Hamster-Sammelstelle am Freitag ab, wie im Fernsehen zu sehen war. Nach Angaben der Stelle wurden dort bis Donnerstagabend 68 Nagetiere abgegeben.

Tourismusbranche fordert vor Corona-Beratungen klare Regeln

13.30 Uhr: Vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern über Corona an diesem Montag fordert die Tourismuswirtschaft eine klare und einheitliche Linie für die Branche. "Wir müssen zurück zu klaren, verständlichen und nachvollziehbaren Regeln. Sie sind jetzt das Gebot der Stunde", sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Reinhard Meyer, der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der vergangenen Bund-Länder-Konferenz sei die flächendeckende Einführung der 2G-Plus-Vorschrift in der Gastronomie beschlossen worden. "Diese Regelung wird aber unterschiedlich angewendet und die Länder regeln selbst, ob nach einer Booster-Impfung noch ein Test für den Restaurantbesuch erforderlich ist", stellte Meyer fest. Während beispielsweise Bayern weiterhin nur 2G in der Gastronomie vorgebe, seien etwa in Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein oder dem Saarland nur doppelt Geimpfte mit zusätzlichem Booster von der Testpflicht beim Gastronomiebesuch befreit.

Festivalveranstalter zuversichtlich für Hurricane, Deichbrand und Co.

12.40 Uhr: Nach dem pandemiebedingten Ausfall in den vergangenen beiden Jahren stehen die Zeichen für die großen Open-Air-Festivals wie Hurricane, Deichbrand und M'era Luna im Sommer 2022 gut. Trotz der aktuell angespannten Corona-Lage sind die Veranstalter zuversichtlich. "Die derzeit durch die Omikron-Variante steigenden Inzidenzen lassen keinerlei Rückschlüsse auf den Festivalsommer zu, dem wir mit Vorfreude und ausgesprochen optimistisch entgegenblicken", teilte Jonas Rohde, Sprecher des Festivalveranstalters FKP Scorpio, mit. FKP Scorpio veranstaltet etwa das Hurricane Festival vom 17. bis 19. Juni in Scheeßel und das M'era Luna Festival vom 6. bis 7. August bei Hildesheim.

Virologe: Omikron nicht "mild" - Krankenhäuser vor neuer Welle

11.44 Uhr: Die deutschen Krankenhäuser steuern nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler auf erneut sehr hohe Zahlen von Corona-Patienten zu. Die Wucht der Infektionswelle wird sich nach Einschätzung des Wissenschaftlers in den Kliniken niederschlagen. "Eine Verharmlosung von Omikron wäre daher fatal, die häufig zu lesende Einordnung als "mild" halte ich für brandgefährlich", sagte der Leiter der Virologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität der Deutschen Presse-Agentur. Die Ausgangslage in Deutschland sieht Keppler wegen des vergleichsweise hohen Durchschnittsalters der Bevölkerung und vieler Ungeimpfter als schwierig an.

Hälfte der Bevölkerung hat Booster-Impfung bekommen

11.06 Uhr: Mindestens die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Knapp 41,7 Millionen Menschen (50,1 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut am Samstag mit. Das ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron. Mindestens 75,4 Prozent der Bevölkerung (62,7 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

Mindestens 73,3 Prozent der Bevölkerung (60,9 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit - allerdings wird das gerade umgestellt. Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna - von den 2G-Regeln profitieren.

Kindervertreter besorgt über Mitnahme von Kindern auf Corona-Demos

10.56 Uhr: Der Ehrenvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe hat sich angesichts der Mitnahme von Kindern auf Corona-Demos besorgt gezeigt. Unter Umständen könne es sich dabei um eine Kindeswohlgefährdung oder sogar Radikalisierung handeln, sagte Rainer Becker der Deutschen Presse-Agentur. Wenn von vornherein absehbar ist, dass es zu Auseinandersetzungen kommt, "dann haben da Kinder nichts zu suchen". Dabei gehe es um den Schutz der Gesundheit. Solche Szenen könnten die Kinder aber auch traumatisieren. Auch wenn eine Eskalation nicht absehbar sei, sich eine Demo aber dahingehend entwickeln sollte, hätten die Eltern sich mit ihren Kindern zu entfernen.

"Grundsätzlich gesteht die UN-Kinderrechtskonvention Kindern auch eine Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit zu." Das sei auch gut so. "Denn sie sollen ja auch an Demokratie herangeführt werden." Dennoch sei für ihn ein „"No-Go-Bereich", wenn Kinder instrumentalisiert werden.

Linke: Regierung rennt Pandemie hinterher

10.41 Uhr: Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise am Montag hat die Linke der Bundesregierung Versäumnisse in ihrer Teststrategie vorgeworfen. "Dass die Nachfrage nach Corona-Tests aufgrund der Omikron-Welle steigen wird, ist nicht erst seit heute bekannt", sagte Co-Parteichefin Janine Wissler der Deutschen Presse-Agentur. Die Kapazitäten hätten rechtzeitig ausgebaut werden müssen.

Die nun geplante Priorisierung von PCR-Tests sei ein Symptom dafür, "dass die Regierung dieser Pandemie hinterherrennt, statt Konzepte zu finden und Probleme frühzeitig zu erkennen und zügig einzudämmen". Wissler verwies auf die österreichische Hauptstadt Wien, wo mehr PCR-Tests erfolgten als in ganz Deutschland. Hierzulande könne man sich zwar auch bei privaten Anbietern testen lassen, allerdings zu Preisen, die sich nicht alle leisten könnten.

Grünen-Politiker Nouripour kann einige Corona-Demonstranten verstehen

10.36 Uhr: Ein Teil der Corona-Protestszene lässt sich nach Einschätzung des Grünen-Politikers Omid Nouripour mit Gesprächen und Überzeugungsarbeit "zurückgewinnen". Nouripour, der sich gemeinsam mit Ricarda Lang um den Grünen-Parteivorsitz bewirbt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es gibt da einen harten, teilweise militanten Kern, für den ich kein Verständnis habe, aber ich habe Empathie für viele, die da verunsichert mitlaufen."

Er habe Menschen besucht, die gegen die Covid-19-Impfungen seien, und habe solche Menschen auch in seinem Bekanntenkreis. In persönlichen Gesprächen merke er, "dass ihre individuellen Erfahrungen das Vertrauen in die Institutionen erschüttert haben". Hinzu kämen dann oft Stresssituationen als Folge der Pandemie, etwa der Ausfall der Kinderbetreuung und sehr viel Zeit im Homeoffice.

Anders sei der "harte Kern der Corona-Leugner" zu beurteilen, sagte Nouripour. Das seien teilweise Menschen aus dem rechtsradikalen Milieu, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung grundsätzlich infrage stellten: "Ich fürchte, bei ihnen ist Hopfen und Malz verloren."

Vor Bund-Länder-Beratungen: Weil für Aufrechterhalten der Maßnahmen

10.32 Uhr: Vor den Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil für ein Aufrechterhalten der bestehenden Schutzmaßnahmen ausgesprochen. "Es ist nicht die Zeit für Lockerungen, aber Verschärfungen sind ebenfalls noch nicht angezeigt", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Omikron-Variante des Coronavirus führe zu höheren Infektionszahlen, die Situation in den Krankenhäusern sei allerdings noch beherrschbar.

"Wir müssen jedoch alle miteinander wachsam bleiben, die weitere Entwicklung beobachten und gegebenenfalls kurzfristig Maßnahmen zur Sicherung der kritischen Infrastruktur treffen." Er hoffe auf ein großes Einvernehmen zwischen den Ländern und dem Bund bei den Beratungen am Montag.

Lauterbach: Bestehende Corona-Maßnahmen beibehalten

10.29 Uhr: Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dafür ausgesprochen, die aktuellen Maßnahmen beizubehalten. Auf die Frage, ob es bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag zu Verschärfungen kommen müsse, sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Samstag): "Nein, dazu rate ich nicht. Ich bin dafür, dass wir die bestehenden Maßnahmen beibehalten, also nicht ausweiten." Eine Lockerung wäre aber fatal, warnte er. "Wir würden Öl ins Feuer gießen und die Welle beschleunigen."

Man sei zwar auf dem richtigen Kurs und "schon dabei, aus der drohenden Omikron-Wand einen Hügel zu machen". "Es mag angesichts der riesigen Zahlen nicht so wirken, aber der Anstieg verläuft ungefähr genauso, wie er im Vorfeld berechnet wurde, und er verläuft kontrolliert. Entscheidend war, dass wir die Verdopplungszeit der Fallzahlen dank der vergleichsweise strengen Regeln in Deutschland von zwei auf sechs Tage strecken konnten." Trotzdem könne man eine Überlastung der Intensivstationen, der Krankenhäuser und den Einbruch von Teilen der Infrastruktur noch nicht ausschließen.

Lauterbach: Wichtige PCR-Kapazitäten für Höhepunkt der Welle sparen

10.24 Uhr: Angesichts der erwarteten hohen Corona-Welle will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass in vielen Fällen künftig auf einen positiven Schnelltest kein PCR-Test folgt. "Mein Vorschlag für die Ministerpräsidentenkonferenz sieht vor, dass künftig nur noch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur einen positiven Schnelltest mit einem PCR-Test bestätigen lassen können", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Samstag). Alle anderen, die beispielsweise zu Hause einen positiven Schnelltest hatten, sollten diesen im Testzentrum nur noch mit einem "professionellen Antigen-Schnelltest" bestätigen lassen.

Lauterbach argumentierte in der "Rheinischen Post", die Wahrscheinlichkeit, dass der PCR-Test ein anderes Ergebnis anzeige als ein professioneller Antigen-Test, sei "sehr gering bei der hohen Prävalenz der Omikron-Variante". Auch das Schnelltest-Ergebnis gehe an das Gesundheitsamt. "Der PCR-Test ist nicht mehr Voraussetzung für die Meldung beim RKI. So sparen wir wichtige PCR-Kapazitäten für den Höhepunkt der Welle."

Nachfrage nach Griechenland-Reisen höher als vor der Pandemie

7.51 Uhr: Der weltgrößte Reisekonzern TUI erwartet in diesem Sommer eine besonders starke Nachfrage nach Griechenland-Reisen, die das Niveau vor der Corona-Pandemie übersteigen werde. "Während vor der Pandemie Reisen dorthin ein Viertel unseres Geschäfts ausgemacht haben, war es im vergangenen Jahr fast die Hälfte", sagte Konzernchef Fritz Joussen unserer Redaktion. "Deswegen planen wir für diese Sommersaison auch mit drei Millionen Gästen und liegen damit sogar über den Zahlen von 2019".

Joussen äußerte sich im Gespräch mit unserer Redaktion anlässlich des Starts einer Nachhaltigkeitsinitiative auf der griechischen Insel Rhodos. Im Rahmen eines "Co-Labs" will der Reisekonzern gemeinsam mit der Regionalregierung in den nächsten fünf Jahren Blaupausen dafür entwickeln, wie die Menschen vor Ort besser vom Tourismus profitieren können. Auch geht es um den Schutz von Biodiversität und Umwelt sowie die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks des Tourismus. "Der Start des Co-Labs Rhodos wird für viele Menschen vor Ort auch ein Aufbruch sein, sich selbst als Unternehmerin und Unternehmer zu engagieren", sagte TUI-Konzernchef Joussen. "Damit können wir helfen, den Tourismus nachhaltig zu transformieren und senden ein Signal aus der Ägäis in viele andere Länder der Welt, deren wirtschaftliche Entwicklung vom Reisen abhängt."

Corona-News von Freitag, 21. Januar 2022: Forscher: Notfallzulassung für Schleimhaut-Impfstoff gegen Corona-Virus vielleicht noch in diesem Jahr

22.10 Uhr: Impfstoff-Forscher Kai Schulze hält eine Notfallzulassung für einen Nasenspray- oder Inhalationsimpfstoff gegen Corona noch in diesem Jahr für möglich. "Ich könnte mir vorstellen, dass wir schon in diesem Jahr eine Notfallzulassung für eine Boosterimpfung mit einem Schleimhaut-Impfstoff bekommen", sagte der Wissenschaftler der Abteilung Vakzinologie und angewandte Mikrobiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) unserer Redaktion.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weltweit mehrere Forschergruppen, die an der Entwicklung eines solchen Vakzins arbeiten. Einige seien bereits in der klinischen Erprobung. Über die Vorteile des Impfweges über die Schleimhaut statt über den Muskel sagte Schulze: "Wenn ich Impfstoffe über Mund oder Nase verabreiche, simuliere ich die Immunabwehr direkt am Eintrittsort der Krankheitserreger, die uns über Atmung oder Schlucken erreichen." Nasal oder oral verabreichte Vakzine könnten so im Idealfall bereits die Infektion verhindern.

Ärztegewerkschaft: Spätestens Anfang Februar wird es „sehr eng“ in den Kliniken

22.00 Uhr: Angesichts rasant steigender Infektionszahlen sehen Ärztevertreter die Kliniken bereits in wenigen Tagen an ihrer Belastungsgrenze: „Spätestens Anfang Februar wird es in den Krankenhäusern deutschlandweit sehr eng werden, wenn die Infektionszahlen weiterhin in diesem Tempo steigen“, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, unserer Redaktion.

Dabei gehe es nicht nur um steigende Patientenzahlen: „Wir erwarten, dass in den kommenden Wochen sehr viele Beschäftigte des ärztlichen und pflegerischen Personals ausfallen werden, weil sie sich infiziert haben und in Isolation müssen“, so Johna. Das gelte für den ambulanten Versorgungsbereich genauso wie für den stationären.

Irland hebt Großteil der Corona-Beschränkungen wieder auf

21.12 Uhr: Irland wird bereits am Samstag den größten Teil seiner im vergangenen Monat eingeführten strikten Beschränkungen wieder aufheben. Die Gesundheitslage habe sich deutlich verbessert, sagte Regierungschef Micheal Martin am Freitag zur Begründung. Die Zahl der Neuinfektionen sinke und auch die anderen Kennzahlen, auf die sich die Entscheidungen seiner Regierung stützten, gingen in die „richtige Richtung“: „Wir haben den Omikron-Sturm überstanden.“

Ab Samstagmorgen um 06.00 Uhr wird demnach für den Besuch von Pubs, Restaurants, Nachtclubs und anderen Freizeiteinrichtungen kein Nachweis einer Impfung oder Genesung mehr verlangt. Kneipen, Bars und Restaurants müssen nicht mehr am frühen Abend schließen, und auch die Abstandsregeln werden aufgehoben.

Omikron nun in Europa dominierende Coronavirus-Variante

20.12 Uhr: Die Omikron-Variante ist nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC inzwischen die dominierende Variante in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum. Omikron sei nun in den meisten betroffenen Ländern vorherrschend, ihr Anteil an den Coronainfektionen liege derzeit bei rund 78 Prozent, teilte das in Stockholm ansässige Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten am Freitag mit.

Zum Europäischen Wirtschaftsraum zählen neben den 27 EU-Staaten noch Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Corona-Infektionen sind derzeit in ganz Europa auf dem Vormarsch: Laut den Daten der Nachrichtenagentur AFP haben die registrierten Infektionsfälle in der Region in der vergangenen Woche um neun Prozent zugenommen.

Lindner: „Impfpflicht ist kein Vorhaben der Koalition“

19.31 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die fraktionsübergreifende Debatte im Bundestag über die mögliche Ausweitung einer Corona-Impfpflicht verteidigt. "Eine Impfpflicht ist kein Vorhaben der Koalition", sagte Lindner am Freitag in Berlin. Die Entscheidung darüber solle aus der Mitte des Bundestags erfolgen.

"Die Frage der Impfpflicht hat ganz offensichtlich hohes Konfliktpotenzial in der Gesellschaft", sagte er nach einer Kabinettsklausur der Bundesregierung am Freitag in Berlin. Bei solchen Themen biete es sich an, dies nicht zur Frage zwischen Regierung und Opposition zu machen. Lindner ist nach eigenen Worten selbst noch unentschieden, welchen der sich abzeichnenden Anträge im Bundestag er unterstützen wird.

Fast 2000 Ärzte in Italien wegen fehlender Impfung suspendiert

18.03 Uhr: In Italien sind 1913 Ärzte und Zahnärzte vom Dienst suspendiert, weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte die nationale Ärzte- und Zahnärztekammer (FNOMCeO) am Freitag mit. Jene Mediziner haben bislang keinen Nachweis einer Impfung in das einheitliche digitale Erfassungssystem hochgeladen und können damit nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen.

Die Zahl der suspendierten Mediziner steigt damit an: Im November 2021 hatte die Kammer noch 1656 Fälle gemeldet und eigentlich gehofft, dass sich immer mehr Ärzte impfen lassen. In Italien gilt seit April 2021 eine Impfpflicht im Gesundheitswesen. Insgesamt haben aktuell gar mehr als 33.500 Ärzte ein unvollständiges Corona-Impfregister, wie FNOMCeO mitteilte. In diese Gruppe werden aber auch jene gezählt, die etwa wegen einer Genesung auf eine Impfdosis warten müssen, die im Ausland geimpft wurden oder die aus gesundheitlichen Gründen kein Vakzin erhalten können.

Saar-Oberlandesgericht stoppt 2G-Regel für Einzelhandel

16.15 Uhr: Im Saarland können ab sofort nicht mehr nur gegen das Coronavirus Geimpfte und davon Genesene (2G) den Einzelhandel betreten, sondern auch Ungeimpfte. Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat per Beschluss vom Freitag die 2G-Regel außer Vollzug gesetzt. Die Richter betonten allerdings, dass unabhängig von der aufgehobenen Zutrittsbeschränkung, weiterhin die in Hygienekonzepten und Verordnungen festgelegten Maßnahmen zur Kontaktvermeidung und Verhinderung der Ausbreitung des Virus gelten. (AZ.: 2 B 295/21)

Gegen die 2G-Regel hatten mehrere Fachmärkte für Elektroartikel geklagt. Die bisher im Saarland geltende Regelung verstoße gegen das Gebot der Bestimmtheit von Normen, teilte das Gericht mit. Demnach ist nicht klar genug formuliert gewesen, wieso manche Geschäfte von der Regelung ausgenommen waren, obwohl sie nicht dem täglichen Bedarf entsprechen. Hinzu komme, dass es keine konkrete Regelung für sogenannte Mischbetriebe gebe, erklärte das Gericht. So komme es letztlich auf den Gesamteindruck des Betriebes an. Für diese seien die Behörden vor Ort zuständig. Dementsprechend komme es dadurch zu unterschiedlichen Bewertungen.

Razzia bei Arzt wegen Verdachts auf Fälschung von Impfausweisen

15.29 Uhr: Ein Arzt in Recklinghausen steht im Verdacht, gefälschte Corona-Impfausweise ausgestellt und die entsprechenden Impfdosen vernichtet zu haben. Der Mediziner soll von Juni bis Dezember 2021 in seiner Praxis in mehreren Fällen gegen Entgelt "bewusst wahrheitswidrig" eine Impfung bescheinigt haben, wie die Bochumer Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Tatsächlich habe er die dokumentierte Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung aber dem Verdacht zufolge nicht vollzogen, sondern die Impfdosen vernichtet, sagte eine Sprecherin.

Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen den Arzt "und andere", schilderte die Behörde, ohne dazu weitere Angaben zu machen. Im Kreis Recklinghausen und Umgebung seien am Freitag Privat- und Geschäftsräume des beschuldigten Mediziners durchsucht worden.

Sander: Besonders Risikogruppen profitieren von angepasstem Impfstoff

14.51 Uhr: Der Berliner Infektionsimmunologe Leif Erik Sander hält eine Anpassung des Corona-Impfstoffs an die sich rasant ausbreitende Omikron-Variante für einen wichtigen Schritt besonders für Risikogruppen. Er gehe fest davon aus, dass Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe wie etwa ältere Menschen von der Impfung mit einem angepassten Vakzin profitieren würden, sagte Sander am Freitag in einer Videokonferenz des Science Media Centers (SMC). "Wenn wir Infektionen verhindern können und dadurch auch die Infektionsdynamik bremsen können in den dann wieder kommenden Wintern, wäre das wichtig."

Die Hersteller arbeiten bereits an einem Impfstoff-Update speziell gegen Omikron. Sander betonte, die Grundimmunisierung durch die derzeit verabreichten Vakzine mit Auffrischimpfung sei sehr wichtig und schütze sehr gut auch gegen Omikron, wie schnell aber die Schutzwirkung schwinde, sei noch offen. Ein großes Problem sei in seinen Augen allerdings die Impflücke, die es derzeit in Deutschland durch die vielen Ungeimpften noch gebe, weshalb viele Menschen das Stadium der Grundimmunität noch gar nicht erreicht hätten.

SWR-Sendungen droht Ausfall wegen Corona

14.37 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen bereitet sich der Südwestrundfunk (SWR) auf einen möglichen Ausfall von Sendungen vor. "Auch bei uns im SWR drohen erhebliche Personalengpässe durch Infektionen und Quarantäne", teilte Intendant Kai Gniffke am Freitag in Stuttgart mit. "Es kann also in den kommenden Tagen und Wochen sein, dass unsere Havarie-Szenarien Wirklichkeit werden."

Der öffentlich-rechtliche Sender will Ausfälle so weit wie möglich vermeiden. "Aber wir dürfen uns selbst und unsere Kolleginnen und Kollegen nicht überfordern", mahnte Gniffke in seinem Intendantenblog. "Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr. Dann müssen wir auch mal die Waffen strecken und unserem Publikum sagen, dass wir es aufgrund der Pandemie gerade nicht schaffen."

Ampel-Abgeordnete kündigen Entwurf für Corona-Impfpflicht an

14.04 Uhr: Sieben Abgeordnete der Koalitionsfraktionen von SPD, FDP und Grünen haben einen ersten Gesetzentwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht angekündigt. Die Gruppe spricht sich für eine Pflicht ab 18 Jahren aus, sie will nach der für nächsten Mittwoch geplanten Orientierungsdebatte im Parlament an einem Entwurf dazu arbeiten, wie es in einem am Freitag bekannt gewordenen Schreiben heißt. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

"Bei diesem bedeutenden Thema stellen wir uns ausdrücklich offen und
fraktionsübergreifend auf, da wir einen demokratischen Konsens für die bestmögliche Lösung herbeiführen möchten", heißt es weiter. Ziel sei eine "nachhaltige, verhältnismäßige und gleichzeitig zielgerichtete" Lösung. "Unsere Motivation liegt vor allem darin, langfristig mit Blick auf die kommende Herbst- und Winter-Saison vorbereitet zu sein und eine Überlastung des Gesundheitssystems auch in zukünftigen Infektionswellen zu verhindern."

Unterzeichnet ist das Schreiben von den SPD-Abgeordneten Dirk Wiese, Heike Baehrens und Dagmar Schmidt, den Grünen-Abgeordneten Janosch Dahmen und Till Steffen und den FDP-Abgeordneten Kathrin Helling-Plahr und Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Bisher ist ein erster Entwurf einer Gruppe um FDP-Vize Wolfgang Kubicki bekannt, der sich gegen eine Impfpflicht ausspricht.

Söder gegen Verschärfung der Corona-Maßnahmen

13.52 Uhr: Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat sich vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag trotz sprunghaft steigender Infektionszahlen gegen härtere Corona-Maßnahmen ausgesprochen. "Es ist nicht sinnvoll, jetzt zu verschärfen", sagte der Parteichef nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes am Freitag in München. Vielmehr müsse mit Augenmaß beobachtet werden, inwieweit sich die Omikron-Welle auf die Belastung des Gesundheitswesens auswirke.

Auf der anderen Seite gebe es auch keinen Anlass dafür, wie etwa in Großbritannien auf ein Corona-Management völlig zu verzichten. Es könne aber nach Lage der Dinge Erleichterungen geben. Für Bayern kündigte er mögliche Lockerungen für die Zulassung von Zuschauern beim Profisport sowie für Kinder und Jugendliche bei der Beschäftigung am Nachmittag an.

Die Maßnahmen im Kampf gegen die Delta-Variante könnten nicht einfach auf die inzwischen vorherrschende Omikron-Variante übertragen werden. Die Krankheitsverläufe seien milder, die Zahl der Booster-Impfungen steige, neue Impfstoffe und Medikamente kämen auf den Markt, sagte Söder.

Italien: Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle über Schwelle von 2000

13.43 Uhr: In Italien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter leicht gestiegen. Stand Donnerstag registrierten die Behörden in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 2011 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) am Freitag mitteilte. In der Vorwoche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 1988 Fällen. Nach Ansicht der Experten stabilisiert sich der Wert damit etwas.

Die Lage auf den Intensivstationen sei mit einer Belegung durch Covid-19-Patienten von etwa 17 Prozent verglichen mit dem Vorwochenwert etwa gleich geblieben. Auf den Klinik-Stationen stieg die Rate dagegen leicht auf 31 Prozent an.

Energiekonzern Eon prüft Kasernierung von Mitarbeitenden

12.45 Uhr: Um im Falle vieler Ausfälle in den Belegschaften weiterhin den Betrieb gewährleisten zu können, prüft der Energiekonzern Eon offenbar die Kasernierung von wichtigen Angestellten. Ein Sprecher sagte der "Rheinischen Post": "Im Rahmen der Vorbereitung auf alle denkbaren Krisenszenarien ziehen wir verschiedene Maßnahmen in Betracht, unter anderem haben wir auch die Möglichkeit einer vorübergehenden Unterbringung von Mitarbeitenden direkt am Standort berücksichtigt (Kasernierung)."

Zwar würde dies bislang nicht umgesetzt. Für Standorte wie das Atomkraftwerk Isar gäbe es aber Notfallpläne, die verschiedene Maßnahmen beinhalteten. "Diese umfassen unter anderem die Reduzierung der Betriebsmannschaft zur Schaffung von Personalreserven, aber auch die Vorhaltung notwendiger Betriebsstoffe, um für einen größeren Zeitraum autark am Standort den Betrieb aufrecht halten zu können."

Studie: Deutlich mehr Kinder mit Typ-1-Diabetes während Corona-Pandemie in Deutschland

11 Uhr: Während der Corona-Pandemie ist in Deutschland bei deutlich mehr Kindern ein sogenannter Typ-1-Diabetes festgestellt worden. In den ersten anderthalb Jahren der Pandemie waren insgesamt 5162 Kinder und Jugendliche von dieser Diagnose betroffen, wie die Universität Gießen am Freitag mitteilte. Das entsprach einer Inzidenz von 24,4 pro 100.000 Patientenjahre. Gegenüber den Jahren 2011 bis 2019 war dies ein Anstieg um 15 Prozent.

Die Ursachen für die höhere Zahl von Neuerkrankungen sind demnach noch unklar. Es gibt den Forscher zufolge keine validen Informationen darüber, ob die Kinder vor der Diagnose mit Corona infiziert waren. Auffällig sei gleichwohl ein zeitlicher Zusammenhang mit den ersten drei Wellen der Corona-Pandemie. Jeweils etwa drei Monate nach den Höhepunkten der ersten drei Corona-Wellen zeigte sich der Studie zufolge ein starker Anstieg der Inzidenz des Typ-1-Diabetes um bis zu 50 Prozent. Lesen Sie auch: Typ-2-Diabetes: Neue Empfehlungen für Zuckerkranke

Beim Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, in deren Folge die Zellen der Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren. Schon lange wird allgemein eine Verbindung zwischen Virusinfektionen und dem Auftreten eines Typ-1-Diabetes diskutiert. Allein in Deutschland leiden rund 32.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren an dieser Stoffwechselkrankheit.

Tierfreunde behindern Hamster-Tötungsaktion in Hongkong

10.35 Uhr: Nach der Anordnung der Tötung hunderter Hamster aus Gründen der Corona-Pandemiebekämpfung in Hongkong hat die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone Tierfreunde vor einer Behinderung der umstrittenen Aktion gewarnt. Das Naturschutzministerium verurteilte am Freitag eine Protestaktion von Tierschützern, die sich vor einer offiziellen Hamster-Sammelstelle versammelt und Hamsterbesitzer von der Abgabe ihrer Nager abgehalten hatten.

Das Ministerium forderte die Menschen dazu auf, „solche Aktionen sofort zu stoppen und weggenommene Hamster zurückzubringen“. Die Polizei sicherte die offizielle Hamster-Sammelstelle am Freitag ab, wie im Fernsehen zu sehen war. Nach Angaben der Stelle wurden dort bis Donnerstagabend 68 Nagetiere abgegeben.

Nach aktuellem Stand droht Haustierbesitzern, die ihre Nagetiere nicht abgeben, keine Strafe. Die Gesundheitsbehörden in Hongkong warnten die Menschen jedoch, dass es rechtliche Möglichkeiten gebe, um die Abgabe der Tiere zu erzwingen.

Virologe mahnt zu Augenmaß bei Corona-Kurswechsel

10.15 Uhr: Der Virologe Klaus Stöhr hält eine Neubewertung der Corona-Maßnahmen im Lichte der Omikron-Variante für nötig, warnt aber vor zu weitgehenden Lockerungen. "Also jetzt alles zu öffnen, hört sich für mich ein bisschen so an wie vom rechten Straßengraben in den linken Straßengraben reinzufahren. Irgendwo ist die Fahrbahn ja in der Mitte und die finden, glaube ich, andere Länder besser", sagte Stöhr im Sender RBB am Donnerstagabend.

Es sei aber angesichts vieler weniger schwerer Krankheitsverläufe und der hohen Immunisierungsrate in Deutschland auf keinen Fall richtig, "so weiterzumachen wie die letzten anderthalb Jahre", betonte Stöhr.

Infektiologe: Infektionsgeschehen könnte endemisch werden

9.50 Uhr: Der Leipziger Infektiologe Christoph Lübbert ist verhalten optimistisch, dass das Infektionsgeschehen langsam in eine endemische Situation übergeht. "Es gibt schon ein biologisches Drehbuch für Viren: Je länger eine Pandemie andauert, desto ansteckender wird der Erreger, aber desto mehr passt er sich auch an den menschlichen Wirt an und schwächt sich virologisch ab", sagte der Chef der Infektiologie am Uniklinikum und am St. Georg der "Leipziger Volkszeitung". Endemisch ist eine Krankheit, wenn sie in einer Region fortwährend auftritt. Dazu gehört etwa die saisonale Grippe.

Ein zweiter Effekt sei, dass der Organismus Immunität über verschiedene Infektionswellen und mehrfaches Impfen entwickele, sagte Lübbert. "Nach diesem Drehbuch wären wir vielleicht nächstes Jahr in der Endemie, spätestens das Jahr darauf." Mit viel Glück und deutlicher Steigerung der Impfquote könne eine solche Situation noch dieses Jahr erreicht werden.

Biontech-Booster schützt nur kurz vor Ansteckung mit Omikron

8.33 Uhr: Booster-Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer schützen offenbar nur für kurze Zeit vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante. So zeigen Daten der britischen Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency, dass etwa zehn Wochen nach der Auffrischungsimpfung das Risiko für eine Infektion wieder ansteigt. Der Schutz vor schwerem Verlauf und/oder Hospitalisierung bleibe aber hoch, so UK Health. Rund 88 Prozent der Klinkaufnahmen würden mit einer Booster-Impfung verhindert. Lesen Sie auch: RKI-Bericht – Corona-Zahlen lassen sich nur noch schätzen

Flug von den USA nach England wegen Maskenverweigerer abgebrochen

8 Uhr: Ein Flugzeug der US-Fluggesellschaft American Airlines ist am Donnerstag auf dem Weg von Miami nach London mitten im Flug umgekehrt, weil sich ein Passagier geweigert hat, eine Maske zu tragen. Das Unternehmen teilte mit, dass der Flieger nach Miami zurückkehrte, weil "ein störender Kunde sich weigerte, die vorgeschriebene Maske zu tragen". Die Polizei wartete demnach schon am Flughafen auf den Maskenverweigerer. Sie begleitete den Passagier ohne Zwischenfälle von Bord, sagte ein Polizeibeamter dem US-Sender CNN.

Sechs unangemeldete Versammlungen gegen Corona-Politik in Thüringen

7.30 Uhr: In Thüringen haben erneut Menschen gegen die politischen Maßnahmen während der Corona-Pandemie demonstriert. Auf sechs unangemeldeten Demonstrationen in Thüringen versammelten sich am Donnerstag insgesamt 860 Teilnehmende, wie die Polizei mitteilte.

In Greiz demonstrierten nach Angaben der Polizei 500 Personen, in Wernshausen 120, in Dermbach 58, in Roßleben-Wiehe 70 und in Kleinschmalkalden 50 Personen. Auf dem Erfurter Domplatz trafen sich 62 Menschen zu einer nicht angemeldeten Versammlung in Form einer Lichterkette. Gegenproteste konnten nicht festgestellt werden. Die Polizei leitete vier Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein.

5000 Verfahren wegen Coronahilfen-Betrug

6.36 Uhr: Knapp zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie führt die Polizei derzeit mehr als 5000 Ermittlungsverfahren wegen Betrügereien bei den Hilfszahlungen. "Das Deliktsfeld beschäftigt uns immer noch immens", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik der Deutschen Presse-Agentur. Eine spezielle Ermittlungsgruppe im Landeskriminalamt mit knapp 30 Polizisten bearbeite die Verfahren. "Die dazu erfassten Schadenssummen belaufen sich insgesamt auf um die 100 Millionen Euro", sagte Slowik.

Kretschmer fordert von Bundesregierung Vorschlag zur Impfpflicht

5.30 Uhr: In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Vorschlag der Bundesregierung angemahnt. "Die Impfpflicht einzuführen, ist
eine Aufgabe für die Koalition in Berlin", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) (Freitag). Daher müsse die Regierung jetzt mit einem Vorschlag kraftvoll vorangehen, für ihren Vorschlag werben und andere mitnehmen. "Es kann nicht sein, dass bei dieser Pandemie alle unangenehmen Themen an die Bundesländer, das RKI oder das Paul-Ehrlich-Institut weggewichtelt werden."

Politik brauche Führung, vor allem in den schwierigen Fragen, betonte Kretschmer. Die Ampel-Koalition solle daher der Bevölkerung schnell mitteilen, ob sie die Einführung einer Impfpflicht ernst meine und ob sie dafür eine Mehrheit habe.

CSU dringt vor Corona-Gipfel auf Omikron-Check der Corona-Regeln

5.06 Uhr: Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Montag und mit Blick auf die Omikron-Variante dringt die CSU auf eine Neubewertung der Corona-Maßnahmen. "Wahr ist, mit Omikron ändern sich die Grundlagen. Wir brauchen einen Omikron-Check für das Corona-Management in Deutschland", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der "Welt". "Die kommende Ministerpräsidentenkonferenz kann ein wichtiger Meilenstein sein, um über diese Dinge zu reden." Bund und Länder wollen am Montag über Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise beraten.

Bei Corona galt Bayerns Regierungschef und CSU-Chef Markus Söder als Vorkämpfer des "Team Vorsicht". In der Talkshow "Maybrit Illner"" zeigt sich: Die Zeiten sind vorbei.

RKI-Expertin: Zu früh für Entwarnung in Grippesaison

4.24 Uhr: Eine Grippeschutzimpfung kann aus Expertensicht auch in diesen Tagen noch ratsam sein, trotz bislang vergleichsweise niedriger Infektionszahlen bei der Grippe. Der weitere Verlauf der Influenzasaison sei noch mit vielen Unwägbarkeiten verbunden, für Entwarnung sei es aber in jedem Fall zu früh, sagte Grippe-Expertin Silke Buda vom RKI auf dpa-Anfrage.

Bislang seien die wissenschaftlichen Kriterien für den Beginn der Grippewelle in Deutschland zwar nicht erfüllt. Dass sich der Erreger aber in den kommenden Wochen noch verstärkt ausbreitet, ist Buda zufolge nicht ausgeschlossen. "Es ist noch nicht zu spät für Impfwillige, sich die Grippeschutzimpfung geben zu lassen. Im Gegenteil, in der derzeit unklaren Situation wäre es sogar besonders gut", sagte Buda. In der Regel beginnen saisonale Grippewellen nach dem Jahreswechsel, der Höhepunkt wird häufig Ende Februar, Anfang März erreicht. Vor diesem Hintergrund wird normalerweise ab dem Herbst geimpft.

Krankenhausgesellschaft: Omikron-Welle belastet bereits Normalstationen

0.50 Uhr: Die Belastung auf den Normalstationen hat nach Angaben der Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in Regionen mit hohen Omikron-Infektionszahlen massiv zugenommen. "Mit Blick auf die Zahlen scheint zwar die Belastung auf der Intensivstation abzunehmen, die Belastung auf der Normalstation bleibt allerdings hoch oder steigert sich sogar deutlich", sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitagsausgaben). Dies machten die ersten Zahlen aus den besonders von Omikron betroffenen Bundesländern deutlich. Lesen Sie auch: Corona-Zahlen: Warum die RKI-Fallzahlen nicht stimmen

Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Montag verlangte Gaß konkrete Aussagen zur allgemeinen Impfpflicht. "Wir brauchen Klarheit beim Thema Impfpflicht und das sowohl bezogen auf die allgemeine, als auch auf die einrichtungsbezogene Impfpflicht", sagte Gaß weiter. "Gerade bei der einrichtungsbezogenen Impflicht brauchen wir Rechtssicherheit und ein einheitliches Vorgehen aller Gesundheitsämter in Deutschland."

Corona-News von Donnerstag, 20. Januar 2022: Maximaler Ausschlag der Omikron-Welle laut RKI nicht exakt zu bemessen

22.34 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) erwartet, dass der maximale Ausschlag der Omikron-Welle in Deutschland durch Meldedaten nicht genau bemessen werden kann. "Die Größenordnung und die entscheidenden Trends in der epidemiologischen Entwicklung werden jedoch zuverlässig angezeigt", schreibt das RKI im Corona-Wochenbericht vom Donnerstagabend.

Hintergrund für die vorübergehend unvollständiger werdende Erfassung von Infizierten sind etwa begrenzte Testkapazitäten und Personalressourcen wegen der hohen Fallzahlen, wie es hieß.

GEW-Chefin fordert PCR-Tests für Lehrer und Erzieher

22.00 Uhr: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf, Lehrern und Erziehern PCR-Tests zu garantieren. "Wenn jetzt bei den PCR-Tests priorisiert wird, müssen Beschäftigte in Schulen und Kitas dazugehören", sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern unserer Redaktion. "Sie haben am Arbeitsplatz nicht nur viel Kontakt, sondern auch sehr viel Kontakt mit ungeimpften Menschen."

Lauterbach will die zuverlässigeren Labortests aufgrund der hohen Infektionszahlen vorrangig für Beschäftigte im Gesundheitswesen reservieren. Finnern kritisiert, dass dies überhaupt erforderlich ist. "Es hätte nicht passieren dürfen, dass wir jetzt den Zugang zu den PCR-Tests priorisieren müssen", sagte die GEW-Chefin. Die Kapazitäten hätten rechtzeitig ausgebaut werden müssen."

Es sei immer gesagt worden, dass Schulen unbedingt geöffnet bleiben sollten. "Da wäre die Vorsorge bei der Verfügbarkeit von Tests ein Baustein gewesen", fügte Finnern hinzu. "Wenn es eine flächendeckende Versorgung mit PCR-Lollitests für Schulen und Kitas gäbe, stünden wir jetzt ganz anders da.

Deutsche Depressionshilfe rechnet mit Anstieg von Suizidversuchen

21.55 Uhr: Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe vergleicht die Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für psychisch Erkrankte mit einer "stillen Katastrophe".

"Besonders für Menschen, die unter einer depressiven Erkrankung leiden, hat sich der Krankheitsverlauf durch die Maßnahmen gegen Corona massiv verschlechtert, zum einen wegen den deutlichen Einschnitten bei ihrer medizinischen Versorgung und zum anderen wegen einer wegbrechenden Alltagsstruktur mit Rückzug ins Bett, vermehrtem Grübeln und weniger Sport", sagte Professor Ulrich Heberl, Psychiater und Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, unserer Redaktion. Lesen Sie hier: Corona: So gefährlich sind die Maßnahmen für die Psyche

Lohnfortzahlung in Quarantäne - Mittelstand für Einschränkungen bei Impfverweigerern

21.50 Uhr: Der deutsche Mittelstand sieht in dem drohenden Wegfall der Entgeltfortzahlung für nicht vollständig Geimpfte einen möglichen wirkungsvollen Anreiz, um die Quote der Booster-Impfungen voranzutreiben.

"Wir plädieren für eine Reduzierung der Lohnfortzahlung für Beschäftigte in Quarantäne, die ohne medizinischen Grund eine Impfung verweigern und dadurch die Betriebsgesundheit gefährden", sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), unserer Redaktion. Ein neues Bundestagsgutachten war zu dem Schluss gekommen, dass Menschen ohne Booster-Impfung künftig keine Lohnfortzahlung mehr im Quarantänefall erhalten könnten.

Hier startet ein neuer Corona-Blog. Alle Corona-News von Donnerstag, 20. Januar, finden Sie hier.

(fmg/dpa/afp/epd)

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