Pandemie

Corona in Griechenland: Ungeimpfte Senioren werden bestraft

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Stiko empfiehlt Booster-Impfung auch für Jugendliche ab zwölf Jahren

Stiko empfiehlt Booster-Impfung auch für Jugendliche ab zwölf Jahren

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Ständige Impfkommission Booster-Impfungen auch für Minderjährige zwischen zwölf und 17 Jahren empfohlen.

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Berlin.  Senioren über 60 Jahren, die nicht gegen Corona geimpft sind, müssen eine Strafe bezahlen - und zwar jeden Monat. Was fällig wird.

Griechenland geht gegen ungeimpfte Senioren vor: Wer über 60 Jahre alt ist und nicht gegen Corona geimpft ist, muss von Montag an eine Strafe von 100 Euro bezahlen – und zwar monatlich.

Das kündigte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis gegenüber dem TV-Sender ANT1 an. Wer gegen die allgemein geltenden Corona-Maßnahmen verstößt – wie die Maskenpflicht – muss bis zu 300 Euro Geldbuße bezahlen, was für alle gilt.

Die Regierung hat diese Corona-Maßnahme gegen Senioren bereits im November angekündigt. Seither sei die Impfquote der Über-60-Jährigen auf fast 90 Prozent gestiegen. Und wie kann man der Strafe entgehen? „Du lässt Dich impfen und zahlst keine Strafe“, so der Regierungschef.

Corona-Impfung: Regierung will Todesrate senken

Mit der Impfpflicht reagiert die Regierung auf die Tatsache, dass neun von zehn Corona-Todesfälle diese Altersgruppe betreffen. In Griechenland haben sich seit Beginn der Pandemie von den 10,2 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen mehr als 1,6 Millionen Menschen infiziert. 21.000 Männer und Frauen in dem Land sind an Covid-19 verstorben.

Griechenland gilt als Hochrisikogebiet und hat aktuell eine Inzidenz von 2320 je 100.000 Einwohner. Cafés und Lokale müssen spätestens um Mitternacht schließen. Musik und Tanz sowie die Bewirtung im Stehen sind verboten. In den Innenbereichen gilt 2G (genesen oder geimpft), in Außenbereichen 3G (genesen, geimpft oder getestet). In Supermärkten und Verkehrsmitteln sind FFP2-Masken Pflicht. Wer dagegen verstößt, muss bis zu 300 Euro bezahlen.

Die Regierung will angesichts der Engpässe bei den Corona-Teststationen künftig auch das Militär einsetzen. So sollen 50 zusätzliche Teststationen in der Nähe von Kasernen entstehen, um die Apotheken entlasten. Dort war es zuletzt zu langen Warteschlangen gekommen.

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