Fallzahlen

Corona-Pandemie: Die aktuellen Zahlen des RKI im Überblick

Lesedauer: 4 Minuten
Spahn warnt vor Sorglosigkeit bei negativem Schnelltest

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt davor, sich bei einem negativen Schnelltest-Ergebnis in falscher Sicherheit zu wiegen. Die Beachtung der Hygieneregeln sei auch in einem solchen Fall weiterhin wichtig, erklärte Spahn bei einer Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Das RKI veröffentlicht täglich die aktuellen Daten zur Corona-Lage in Deutschland. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen im Überblick.

  • Täglich meldet das Robert Koch-Institut (RKI) aktuelle Zahlen zur Corona-Lage in Deutschland
  • Die Daten sind bei der Frage nach möglichen Lockerungen der Maßnahmen entscheidend
  • In Deutschland wurden zuletzt 9557 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages verzeichnet
  • Der R-Wert steigt weiter an
  • Alle wichtigen Zahlen und Daten des RKI zum Infektionsgeschehen im Überblick

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9557 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 300 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus den Zahlen des RKI vom Samstag hervor.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9762 Neuinfektionen und 369 neue Todesfälle verzeichnet.

Corona in Deutschland: Höchstwerte bei Todeszahlen im Januar

Der Höchststand von 1244 registrierten Todesfällen binnen 24 Stunden war am 14. Januar gemeldet worden. Der höchste Wert bei den innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Interaktive Grafik: Wie tödlich das Coronavirus wirklich ist

Corona-Zahlen des RKI: Sieben-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 65,6 – und damit erneut etwas höher als am Vortag (65,4). Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt war die Inzidenz allerdings erneut gestiegen und stagniert nun, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz so zu mindern, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Kontakten der Corona-Infizierten leisten können. Wegen der möglicherweise viel ansteckenderen Corona-Mutationen haben Bund und Länder zudem bestimmte Öffnungsschritte an eine Inzidenz mindestens unter 100 gekoppelt.

Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.492.079 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen schätzt das RKI auf etwa 2.299.400. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 71.804.

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten zur Pandemie: Alle Corona-News im Live-Ticker

Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Der bundesweite R-Wert lag laut Lagebericht des RKI vom Samstag bei 1,09 (Vortag: 1,02). Liegt der R-Wert über eins, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen langfristig. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

Datum 6. März 5. März
4-Tage-R-Wert 1,09 1,02
7-Tage-R-Wert 1,06 1,04

Corona - Mehr Infos zum Thema

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am 6. März bei 1,06. Am Vortag lag er bei 1,04. Dieser Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen häufig?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Gesamtzahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 6. März):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 542.403
Bayern 444.971
Baden-Württemberg 322.232
Sachsen 197.358
Hessen 192.184
Niedersachsen 168.806
Berlin 131.546
Rheinland-Pfalz 103.873
Thüringen 78.789
Branden­burg 77.881
Sachsen-Anhalt 62.256
Hamburg 52.945
Schleswig-Holstein 43.528
Saarland 29.415
Mecklenburg-Vorpommern 25.489
Bremen 18.403

Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema

Leserkommentare (4) Kommentar schreiben