Zoff

Christian Ulmen rechnet auf Twitter mit AfD-Politiker ab

Christian Ulmen scheut sich nicht davor, auch im Netz seine politische Meinung kund zu tun.

Christian Ulmen scheut sich nicht davor, auch im Netz seine politische Meinung kund zu tun.

Foto: imago stock&people / imago/Lumma Foto

Berlin  Ein AfD-Kandidat lästert auf Twitter über eine Bewerberin. Doch nicht er, sondern die Frau bekommt Beifall – auch von Christian Ulmen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eine angehende Rechtsanwältin lehnt wegen der politischen Einstellung des Chefs einen Arbeitsvertrag ab. Der beschwert sich darüber auf Twitter – und wird deshalb von Schauspieler Christian Ulmen bloßgestellt.

Das passierte dem Berliner Rechtsanwalt Markus Roscher-Meinel, der schon der FDP, der CDU, dem Bund Freier Bürger oder der Piratenpartei angehört hat. Inzwischen ist er aber bei der nächsten Partei angekommen. Roscher-Meinel ist Direktkandidat der AfD für die Bundestagswahl.

Bewerbung wegen AfD-Kandidatur zurückgezogen

Eine politische Richtung, mit der die junge Rechtsanwältin anscheinend nichts zu tun haben möchte. Sie zog ihre Bewerbung auf eine Stelle in der Kanzlei des AfD-Anhängers zurück. Verärgert twitterte Roscher-Meinel am Mittwoch: „Wollte morgen Rechtsanwältin (Berufsanfänger, Note: 4+) fest anstellen. Arbeitsvertrag fertig. Nun sagt sie ab: Grund: Meine #AfD Kandidatur!“

Christian Ulmen stellt Anwalt bloß

Der Anwalt, der auch schon Uschi Glas vertreten hat, erhoffte sich auf Twitter wohl Zustimmung. 520 Likes bekam der Post auch (Stand: 15.30 Uhr). Doch bereits der erste Kommentar einer Frau bekam mehr Zustimmung. „Gut so. Respekt für die Frau. Sie findet bestimmt etwas Besseres“, schrieb sie und erhielt knapp 2000 Likes (Stand: Donnerstag, 15.38 Uhr).

Dann entdeckte Christian Ulmen den Post von Roscher-Meinel und verbreitete ihn auf Twitter mit dem Hinweis: „Respekt für eine junge Rechtsanwaltsanfängerin irgendwo in Paderborn! So geht Hoffnung.“ Für den Kommentar gab es mehr als 7000 Mal ein Herz.

Schauspieler mischt sich in Diskussion ein

Der TV-Star mischte sich auch in die Diskussion unter Roscher-Meinels Tweet ein und schrieb, die Bewerberin werde künftig sicher nicht mehr auf den Rechtsextremisten-Check verzichten.

Der AfD-Politiker antwortete mit drohendem Unterton „dünnes Eis“ und erklärte: „Ich werde Ihnen nicht den Gefallen tun, Sie mit einer Unterlassungsklage für Ihr Zeitgeistsurfen zu belohnen.“ Was Christian Ulmen zu der süffisanten Bemerkung hinriss: „Dazu fehlt Ihnen ja offenkundig auch das Personal zur Zeit.“ (jha)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben