Polizei

Jugendliche verursachen stundenlangen Einsatz der Polizei

Die Polizei in Altena hatte in der Nacht zu

Die Polizei in Altena hatte in der Nacht zu

Foto: Jan Woitas/dpa

Altena.   Mehrere Jugendliche randalierten Samstagnacht in Altena am Bahngleis. Die Strecke zwischen Werdohl und Letmathe musste gesperrt werden.

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Ein Hund ist am Freitagnachmittag durch einen China-Böller verletzt worden. In der Nacht zu Samstag sorgten randalierende Jugendliche für einen stundenlangen Polizeieinsatz.

Ein Mann ging am Freitag gegen 15 Uhr mit seinem Hund spazieren, als vor ihm plötzlich ein China-Böller auf den Boden fiel. Der Hund versuchte auszuweichen und zog sich dabei eine blutende Wunde an der Pfote zu.

Werfer droht mit Prügel

Sein Besitzer und der Böller-Werfer gerieten daraufhin aneinander. Der Werfer soll unter anderen mit Prügel gedroht haben. Auch in Anwesenheit der alarmierten Polizeibeamte ging der Streit weiter. Die beiden Männer erhielten einen Platzverweis. Der Besitzer des Hundes erstattete Anzeige und will einen Tierarzt aufsuchen.

Samstagnacht sorgte eine Gruppe randalierender Jugendliche für einen stundenlangen Polizeieinsatz. Aufgrund erster Beschwerden sprachen Polizeibeamte bereits um kurz nach 21 Uhr Platzverweise gegen 16 Leute aus. Gegen Mitternacht informierten Zeugen die Polizei über etwa 20 Jugendliche, die Müll auf die Bahngleise warfen. Des Weiteren befürchteten sie eine Schlägerei.

Glasflaschen auf Gleis geworfen

Die Polizei stoppte den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Werdohl und Letmathe. Zwar hatte sich die Situation beruhigt, als die Beamten am Bahnhof eingetroffen waren, die Jugendlichen verhielten sich laut Polizei dennoch aggressiv.

Die Polizisten holten eine Mülltüte mit Glasflaschen vom Gleis und nahmen die Personalien von 13 Jugendlichen auf. Erneut gab es Platzverweise. Gegen 0.30 Uhr konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden.

Jugendliche hatten Drogen dabei

Damit war die Sache aber noch nicht beendet. Kurze Zeit später traf eine Streife zwei 16- und 17-jährige Mitglieder der Gruppe in der Innenstadt. Weil sie die Beamten beschimpften, fixierten diese sie mit Handfesseln und durchsuchten die beiden Jugendlichen. Der 16 Jahre alte Junge hatte Cannabis dabei. Er und seine Begleitung kamen in Gewahrsam, bis die von den Eltern abgeholt wurden.

Später griff die Polizei noch einen weiteren 17-Jährigen auf. Auch bei ihm fanden sie Drogen. Auf der Polizeiwache wollte er plötzlich flüchten. Als ihn die Polizeibeamten festhielten, wehrte er sich so massiv, dass die Beamten ihm Handschellen anlegen mussten. Bei einem Sturz verletzte er sich, weshalb er vom Rettungsdienst versorgt werden musste.

Angriff auf Polizeibeamte

Kurz vor 1 Uhr trafen die Polizeibeamten einen 19-jährigen Altenaer an der Lenneuferpromenade wieder. Er beleidigte die Beamten und weigerte sich, den Ort zu verlassen. Bei einem Handgemenge auf der Straße verletzte sich ein Polizist leicht.

Auf dem Transport ins Gewahrsam beleidigte der 19-Jährige die Beamten weiterhin. Erst auf der Wache in Lüdenscheid war es möglich, den jungen Mann zu durchsuchen. In Socken und Unterhose hatte er mehrere Tütchen Marihuana versteckt. Drogen und Handy wurden beschlagnahmt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutprobe angeordnet.

Erst kurz vor 4 Uhr am Samstagmorgen war der Einsatz beendet. Die Polizei ermittelt nun gegen die Jugendlichen unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs auf bzw. Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährdung des Bahnverkehrs und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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