Wettervorhersage

Bis zu 19 Grad! Hoch „Hannelore“ bringt NRW den Frühling

Endlich wieder raus ohne Regenschirm! Zum Frühlingsanfang wird das Wetter in NRW wieder freundlicher.

Endlich wieder raus ohne Regenschirm! Zum Frühlingsanfang wird das Wetter in NRW wieder freundlicher.

Foto: Jörg Schimmel/FUNKE Foto Services (Archiv)

An Rhein und Ruhr.   Nach dem Dauerregen gibt’s wieder freundliche Aussichten: Es wird Frühling in NRW! Über mehr Regen würden sich dennoch manche freuen.

Es ist vorbei. Endlich. Die Regenschirme, ohne die man in den vergangenen Wochen keinen Schritt vor die Tür machen konnte, können erst mal wieder beiseite gestellt werden. Mütze, Handschuhe, Regenmantel – alles wird in den kommenden Tagen nicht mehr gebraucht. Denn „Hannelore“ ist im Anmarsch. Und mit dem Hoch kommt pünktlich zum Frühlingsanfang die Sonne wieder hervor.

Im Laufe der Woche wird es laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zunehmend wärmer und sonniger. Am Mittwoch werden bei wolkigem, im Nordwesten teils stark bewölktem Himmel noch Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad erwartet. Am Donnerstag wird es mit 13 bis 17 Grad etwas wärmer. Und am Freitag steht mit Temperaturen zwischen 15 und 19 Grad der vorläufige Höhepunkt der Woche an.

Die dunklen Wolken verziehen sich endlich, für ausreichend Regen haben sie in den vergangenen Wochen ja gesorgt, wie der folgende Überblick zeigt:

Das sagen Landwirte

Die Landwirte haben sich über die nassen Tage gefreut. „Der Regen kam gerade rechtzeitig“, betont Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Noch besser wäre es allerdings gewesen, wenn sich der Regen gleichmäßiger zwischen Weihnachten und März verteilt hätte. Denn, so erklärt Rüb: „Im Februar hatten wir bereits sehr warme Tage. Wäre es so trocken geblieben, hätte das in der nächsten Katas­trophe enden können.“ Jetzt sei der Rhein zwar schnell angestiegen, sinke jedoch auch innerhalb kürzester Zeit wieder, erklärt Rüb. Ein Großteil des Wassers laufe ungenutzt nach Holland ab. Der Pressesprecher bleibt dennoch optimistisch: „Die Startbedingungen sind nicht schlecht, die Talsperren sind voll und die Böden sind nass. Das darf es nur noch nicht gewesen sein mit dem Niederschlag.“ Entscheidend werde vor allem der Mai, sagt Rüb und erinnert kurzerhand noch an eine alte Bauernweisheit: „Ist’s im Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.“

Das ist die Lage an den Flüssen

Der Deichverband Mehrum meldete am Sonntagabend die Warnstufe eins, bis Montagmorgen stieg der Pegelstand des Rheins an der Messstelle Duisburg-Ruhrort auf 7,70 Meter. Für Deichgräf Ingo Hülser bedeutet viel Wasser automatisch viel Arbeit, wie er erzählt: „Ich bin Sonntagabend direkt über die gesamte Deichstrecke gefahren und habe geguckt, ob es Beschädigungen am Fuß gibt.“ Insgesamt sei er mit Blick auf die sinkende Pegelprognose ab Mittwoch aber relativ entspannt gewesen. „Eine solche Hochwasserzeit ist für März nicht unüblich.“

Ähnlich sah die Situation an Ruhr und Lippe aus. Georg zur Strassen vom Ruhrverband spricht von einem „kleinen Winterhochwasser“, das am vergangenen Wochenende an der Messstelle in Hattingen einen Höchststand der Ruhr von 5,20 Meter brachte. Der durchschnittliche Wert liegt bei knapp zwei Metern. „Tendenziell ist der Wasserstand aber wieder fallend“, so zur Strassen.

Eine erste Vorwarnung gab es am Sonntag auch für die Lippe, als der Pegel in Dorsten 7,25 Meter erreichte. „Die Kollegen sind in Bereitschaft und machen mindestens einmal am Tag eine Sichtkontrolle“, so Anne-Katharina Lappe vom Lippeverband. „Ab Mittwoch rechnen wir aber wieder mit einer normalen Lage.“

Auch in Altena im Sauerland wurden Teile der Stadt am Ufer der Lenne überflutet. „Das Wasser fließt langsam wieder ab“, sagte aber schon am Montag ein Polizeisprecher.

Die Lage beim Schiffsverkehr auf dem Rhein

In Duisburg spricht Jan Böhme vom Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein von „einem mittleren Hochwasser“. Während der durchschnittliche Wert bei 4,33 Metern liegt, hatte der Rhein am Montagmorgen einen Pegel von 7,90 Metern. Aber Böhme hält fest: „Am Niederrhein gibt es keinerlei Einschränkungen für den Schiffsverkehr.“

Die Lage in den Wäldern in NRW

Trotz des vielen Regens haben die Bäume noch immer mit der Trockenheit des vergangenen Sommers zu kämpfen. „Der Oberboden bis zu 25 Zentimeter Tiefe zeigt schnell Wirkung“, erklärt Friedrich Louen von Wald und Holz NRW. Dagegen sei der Boden bis zu einer Tiefe von 1,80 Meter nicht wieder feucht genug. „Man spricht immer noch von Dürre.“ Wünschenswert sei daher aus seiner Sicht auch in den kommenden Wochen kontinuierlicher Niederschlag. (mit Material von dpa)

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