Amoklauf

Amoklauf von Dossenheim - Täter war Sportschütze

Ein Mann hat im baden-württembergischen Dossenheim zwei Menschen und dann sich selbst erschossen.

Ein Mann hat im baden-württembergischen Dossenheim zwei Menschen und dann sich selbst erschossen.

Foto: dpa

Dossenheim.  Der Amokläufer von Dossenheim bei Heidelberg war Sportschütze. Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) sagte am Mittwoch in Sindelfingen: "Es war wieder ein schrecklicher Vorfall, bei dem ein Sportschütze beteiligt war."

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Nach den tödlichen Schüssen in Dossenheim nahe Heidelberg sucht die Polizei weiter nach dem Motiv des Täters. Dazu vernahm die Kriminalpolizei in der Nacht zum Mittwoch Zeugen. Warum ein Mann am Dienstagabend zwei Männer erschoss, fünf Menschen verletzte und sich dann selbst das Leben nahm, war weiterhin völlig unklar. Bei einem Streit einer Eigentümerversammlung war der 70-Jährige des Raumes verwiesen worden, kam aber mit einer Pistole wieder und eröffnete das Feuer, wie Polizeisprecher Tobias Keilbach in Heidelberg sagte. Die Versammlung hatte im Raum eines Dossenheimer Sportvereins stattgefunden.

Eine Schwerverletzte ist nach der Schießerei außer Lebensgefahr. Das teilte die Polizei am Mittwochmorgen mit. Weitere Informationen und Einzelheiten wollen Polizei und Staatsanwaltschaft im Laufe des Tages bekanntgeben. "Der genaue Hintergrund, die Motive und der genaue Ablauf der Tat sind noch unklar", sagte der Polizeisprecher. Von einem Amoklauf wollte die Polizei zunächst nicht sprechen, während die Feuerwehren der Metropolregion Rhein-Neckar auf ihrer Facebook-Seite das Wort "Amoklauf" benutzten.

Ein Verletzter wurde mit Hubschrauber in Klinik gebracht

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die Schwerverletzte war per Hubschrauber in die Klinik geflogen werden. Andere Teilnehmer der Versammlung mussten psychologisch betreut werden. Sie waren zunächst nicht vernehmungsfähig. Seelsorger waren auch ziemlich rasch am Ort.

Die Eigentümerversammlung tagte im Raum des Vereines TSG Germania 1889 Dossenheim. Vereinspräsident Willi Ortlipp zeigte sich sehr bestürzt. "Ich fühle mich ganz mies und schlecht", sagte er. Ortlipp war kurz zuvor nach einer CDU-Wahlkampfveranstaltung auf dem Vereinsgelände mit der Bundesbeauftragten für Integration, Maria Böhmer, nach Hause gegangen und wieder herbeigeeilt. Nach seinen Angaben zufolge waren rund zehn Teilnehmer bei der Eigentümerversammlung. Insgesamt 50 Vereinsmitglieder und Gäste waren demnach zum Tatzeitpunkt auf dem großen Areal, darunter auch Kinder. (dpa)

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