Brauchtum

Am 11. November ist Sankt Martin – Darum feiern wir das Fest

Darum gibt es an Sankt Martin Laternenumzüge

Darum gibt es an Sankt Martin Laternenumzüge
Fr, 10.11.2017, 14.37 Uhr

Darum gibt es an Sankt Martin Laternenumzüge

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Berlin  Am 11. November ziehen Kinder mit Laternen durch die dunklen Straßen und feiern Sankt Martin. Das muss man über den Gedenktag wissen.

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„Ich gehe mit meiner Laterne ...“ – am 11. November ziehen wieder Kinder mit ihren bunten Laternen durch die dunklen Straßen und feiern Sankt Martin. Doch wer war eigentlich der Heilige Martin und was hat das mit Laternenumzügen zu tun?

Das muss man über das Fest wissen:

Wer war Sankt Martin?

Martin von Tours war ein römischer Soldat und wurde um das Jahr 316 nach Christus in Ungarn geboren. Der Legende nach begegnete er an einem eisigen Wintertag einem hungernden und frierenden Bettler. Martin hatte Mitleid mit dem Mann und durchtrennte mit seinem Schwert seinen warmen Mantel. Die eine Hälfte behielt er, die andere schenkte er dem Bettler. In der Nacht soll Martin dann im Traum Jesus Christus in Gestalt des frierenden Mannes erschienen sein.

Am nächsten Morgen wusste Martin, dass er sein Leben ändern möchte, gab seinen Beruf auf und wurde Christ. Wegen seines vorbildlich asketischen Lebens, seiner Nächstenliebe und Barmherzigkeit wurde er schon zu Lebzeiten verehrt – und noch heute erinnern vielen Menschen an ihn.

Warum feiert man Sankt Martin am 11. November?

Martin starb am 8. November 397 im Alter von 81 Jahren. Drei Tage später wurde er im französischen Tours beigesetzt und später heiliggesprochen. Seitdem ist der 11. November der Gedenktag.

Warum gibt es an Sankt Martin Laternenumzüge?

In vielen Städten und Gemeinden erhellen am Martinstag farbenfrohe Leuchten die dunklen Straßen. Doch woher kommt dieser Brauch? Das erfahren Sie im Video oben.

Welche Lieder werden gesungen?

Genauso wie die Laternen gehören auch Lieder zum Martinstag dazu. Denn wenn die Kinder mit ihren Lampions unterwegs sind, wird viel und laut gesungen. Beliebt ist das Sankt-Martin-Lied, das davon erzählt, wie Martin seinen Mantel geteilt hat.

Es gibt aber noch viele weitere Lieder, die an diesem Tag in den Straßen klingen. So wie „Ich gehe mit meiner Laterne“ oder „Laterne, Laterne“.

Warum gibt es eine Martinsgans?

Nicht nur die Laternenumzüge gehören zum Martinsfest. Viele Familien bereiten am 11. November auch eine Martinsgans zu.

Eine mögliche, aber kuriose Erklärung liefert eine Geschichte aus dem Leben des Heiligen Martin. So soll er im Jahr 371 zum Bischof von Tours gewählt worden sein. Der bescheidene Martin fühlte sich aber des Amtes unwürdig und versteckte sich in einem Gänsestall. Die Tier verrieten ihn jedoch mit ihrem lauten Geschnatter und er musste das Amt annehmen.

Es gibt aber auch eine andere These. So war der 11. November der Tag, an dem die Bauern ihre Pacht bei ihren Lehensherren begleichen mussten. Meist bezahlten sie mit Naturalien, gerne mit Gänsen, die dann schlachtreif waren.

Außerdem leitete damals der 11. November die 40-tägige Fastenzeit vor Weihnachten ein. Der Gedenktag bot also die letzte Möglichkeit, noch einmal einen leckeren Braten zu essen.

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