Elektroschockgeräte

Vorsicht bei neuen Waffen

Innenminister Reul ist gut beraten, die Erweiterung des Waffenarsenals der NRW-Polizei gut vorzubereiten.

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Elektroschockgeräte im Einsatz wurden lange Zeit selbst von Teilen der Polizei kritisch gesehen. Die Verletzungsgefahren für kranke oder berauschte Angreifer sind schließlich erheblich. Der Schulungsaufwand für Polizisten ist nicht zu verachten. Und nicht geklärt scheint, wer wann und wo genau am Gürtel die sogenannten Taser überhaupt tragen könnte. Innenminister Reul ist also gut beraten, die Erweiterung des Waffenarsenals der NRW-Polizei gut vorzubereiten.

Dass er sich das Thema Elektroschocker neu vornimmt, ist gleichwohl verständlich. Die Geräte selbst wurden immer weiter entwickelt. Andere Bundesländer machen positive Erfahrungen. Vor allem hat sich die tägliche Gefahrenlage für Polizisten verschärft: Körperliche Attacken und Rudelbildung in Brennpunkten verlangen nach besserem Selbstschutz. Messerangreifer stellen immer wieder selbst routinierte Schützen der Polizei vor Probleme. Mehrere Todesfälle in Stresssituationen zeigten im vergangenen Jahr, dass der Schusswaffengebrauch noch gefährlicher ist als jeder Taser. Die Suche nach einsatztauglichen Alternativen ist deshalb dringend geboten.

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