Löw bleibt Bundestrainer

Verkehrte Welt beim DFB

Nicht mehr der Deutsche Fußball-Bund hat über den Verbleib des Bundestrainers entschieden, sondern Joachim Löw selbst.

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Manchmal reicht ein Blick in die reale Arbeitswelt: Was würde mit den Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführern von Unternehmen passieren, wenn sie ihre Planzahlen bei weitem verfehlten? Richtig, sie müssten bei den Besitzern vorstellig werden und ihr Vorgehen erklären, um das Vertrauen zu rechtfertigen. Nur dann behalten sie ihren Job.

Bei Bundestrainer Joachim Löw ist das anders. Er bekommt von seinem Verband so viel Kredit, dass nicht mehr der Deutsche Fußball-Bund über den Verbleib entschieden hat, sondern er selbst. Fast dankbar hat der DFB-Präsident Reinhard Grindel auf die Zusage reagiert, dass Löw seinen Arbeitsvertrag erfüllt und bis 2022 Bundestrainer bleiben will. Das ist eine komfortable Situation für einen, der die größte Blamage der deutschen WM-Geschichte zu verantworten hat. Ist das gut?

Für Löw schon. Seine Jobgarantie gilt, noch bevor das DFB-Präsidium seine WM-Analyse komplett gehört hat. Die erfolgt erst im September und befasst sich mit dem Personal der deutschen Nationalmannschaft. Man kann Löw die kuriose Umkehr der Verantwortlichkeit nicht wirklich anlasten. Eher schon dem Verband, dem größten Fachverband der Welt, der sich selbst überflüssig macht.

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