Sprache

Sternchen am Sprachhimmel

Mit Sternchen, Unterstrich oder x? Der Rat für deutsche Rechtschreibung soll über gegenderte Sprache entscheiden. Sie wäre ein gutes Hilfsmittel.

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Liebe Leser*innen, liebe Leser_innen, liebe Leserx: Die sind die Varianten, mit denen das weibliche, das männliche und das „dritte“ Geschlecht gleichermaßen angesprochen werden sollen. Gestern wurde erwartet, dass der Rat für deutsche Rechtschreibung eine dieser Möglichkeiten empfiehlt, nachdem Behörden um Formulierungshilfen gebeten hatten. Die Hilfe aber bleibt aus – und das Gendersternchen unempfohlen.

Nun hat es auch das Binnen-I („LeserInnen“) seit Jahrzehnten schwer und noch immer nicht in den Duden geschafft. Seine Gegner sagen: Die deutsche Pluralform – die Leser – meint doch sowohl Leser als auch Leserinnen. Das mag grammatikalisch korrekt sein. Nur fühlen sich junge Frauen, wenn sie eine Stellenausschreibung zum „Ingenieur (m/w/d)“ lesen (d für: divers), nicht mal eben so „mitgemeint“ und bewerben sich häufiger, wenn Ingenieur*innen gesucht werden.

Warum können wir das große I, das kleine * nicht als unhübsche, aber notwendige Hilfsmittel betrachten? Benutzen wir sie, bis die Ingenieurin selbstverständlich wird und der transsexuelle Nachbar auch. Je schneller das geht, desto eher sind wir das * dann wieder los.

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