Sicherheit im ÖPNV

Sicherheit bleibt ein Dauerthema

Redakteur Michael Kohlstadt.

Redakteur Michael Kohlstadt.

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Der öffentliche Nahverkehr ist, wie es der Name schon sagt, ein öffentlicher Raum, in dem es zugeht wie in allen anderen öffentlichen Räumen: allermeistens zivilisiert, manchmal robust, in Ausnahmefällen schmutzig.

Dass sich der allgemein zu beobachtende Trend zu mehr Rücksichtslosigkeit, Unhöflichkeit sowie ein zunehmender Mangel an Respekt gegenüber Autoritätspersonen auch an Haltestellen, auf Bahnsteigen, in Bussen und in Bahnen beobachten lassen, darf ebenso wenig verwundern. Solchen Entwicklungen Einhalt zu gebieten, kann aber nicht die Aufgabe von Busfahrern, Zugbegleitern oder ihren Vorgesetzten sein. Es ist vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Besonders unsichere Orte sind Busse und Züge in der Regel freilich nicht. Was nicht heißt, dass die Verantwortlichen ihre permanente Pflicht zur Gefahrenabschätzung vernachlässigen dürften. Der in unserer Region maßgebliche Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der regelmäßig das subjektive Sicherheitsempfinden seiner Fahrgäste abfragen lässt, kommt in seinem aktuellen Lagebericht zu zwiespältigen Erkenntnissen. Einerseits fühlen sich Fahrgäste in Zügen auf hohem Niveau sicher. Andererseits wird eine zunehmende Gewaltbereitschaft von Tätern beobachtet.

Sicherheit im Nahverkehr bleibt also ein Dauerthema, bei dem ein laxer Umgang auf jeden Fall das falsche Mittel der Wahl ist.

Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben