Kommentar

Schnelltests sind eine Hilfe im Kampf gegen Corona

Christopher Onkelbach

Christopher Onkelbach

Foto: Kai Kitschenberg / Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Auch wenn die Tests keine vollständige Sicherheit bieten: Eine wochenlange Isolation der Alten und Kranken darf sich nicht wiederholen.

Nein, eine hundertprozentige Gewissheit können auch die neuen Antigen-Schnelltests nicht bieten. Im Durchschnitt zeigen sie bei vier von Hundert infizierten Probanden keine Infektion an. Diese Personen wähnen sich in Sicherheit, können aber bei einer größeren Zusammenkunft unwissentlich zu Superspreadern werden.

Es wäre daher falsch, sich in falscher Sicherheit zu wiegen, denn die Tests liefern zudem nur eine Momentaufnahme. Selbst bei einem negativen Ergebnis müssen daher die üblichen Coronamaßnahmen beachtet werden.

Schutz der Risikogruppen

Dennoch ist es richtig, diese Tests nun flächendeckend in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen einzusetzen. Denn eine Situation wie im Frühjahr, wo Kranke und Alte über Wochen und Monate von der Außenwelt abgeschnitten waren, war für viele Betroffene, Angehörige und das Pflegepersonal bitter, belastend und unwürdig. Das darf sich nicht wiederholen.

Alles, was zusätzliche Erkenntnisse über den Verlauf der Pandemie verspricht, was die Sicherheit erhöhen und vor allem die Risikogruppen besser schützen kann, ist daher willkommen. Der Aufwand von gut 30 Euro pro Test für Labor- und Arztkosten sollten uns das allemal wert sein.

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