Ermittlungen

Rechte Polizeichats: Jeder Fall ist ein Einzelfall

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Düsseldorf  Möglicherweise wurden Polizisten zu Unrecht suspendiert. Dennoch ist der Sumpf tief, den das Landesamt LAFP trocken legen muss.

Die aufkommenden Zweifel an der rechtsextremen Haltung einiger der insgesamt 31 beschuldigten Polizisten, sind peinlich für NRW-Innenminister Reul. „Null Toleranz“ gegen Rechts ist zwingend. Der Verzicht auf Vorverurteilungen auch.

Zutiefst irritierend aber ist, wie schamlos sich unterschiedliche Lager auf Nachrichten zu den Ermittlungen gegen die Beamten unter Rechtsextremismus-Verdacht stürzen und gleich versuchen, sie auszuschlachten. Die, die das Gerücht streuen, praktisch alle Polizisten seien Rechtsextremisten und Rassisten. Und die, die alle Polizisten als edel, hilfreich und gut verklären. Den einen wie den anderen geht es um Kampagne. Die wollen uns für dumm verkaufen.

Hier gilt es, 31 Einzelfälle gründlich und ohne Vorurteile zu prüfen. Schließlich geht es um Existenzen. Beschuldigte können sich juristisch wehren, das sehen wir. Stellt es ich heraus, dass einzelne Beamte zu Unrecht suspendiert wurden, dann ziehen sie die Uniform wieder an. Wenn Polizisten aber, wie geschehen, Bilder von Flüchtlingen in Konzentrationslagern verbreiten, haben sie in dem Beruf nichts verloren.

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