Schulen in NRW

Prinzip Hoffnung im Kampf gegen Corona

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Düsseldorf  Masken und ausgiebiges Lüften sollen die Kinder schützen. Was, wenn das nicht reicht? Ein Plan B für den Schulbetrieb fehlt immer noch.

Kinder, zieht Euch warm an! Der Winter naht, und NRW vertraut beim Infektionsschutz an Schulen im Wesentlichen auf zwei Maßnahmen: Lüften und Maskenpflicht im Unterricht. Beides ist vernünftig. Würde NRW trotz dramatisch steigender Infektionszahlen auf die Wiedereinführung der Maske im Unterricht an weiterführenden Schulen verzichten, wäre das skandalös. Der Unterricht in diesem Herbst wird also geprägt sein durch Jacken, Schals und Mund-Nasen-Schutz.

Das Virus schert sich nicht um Wünsche

Aber reicht das? Man wird den Eindruck nicht los, dass sich NRW und viele andere Länder in Sachen Schule ans Prinzip Hoffnung klammern. Plan B? Brauchen wir nicht. Wird schon gut gehen. Da rät das von der Politik sonst so gepriesene Robert-Koch-Institut, bei steigenden Fallzahlen die Klassen zu teilen und einen Schichtbetrieb einzuführen, aber NRW macht das nicht mit. Dafür gebe es weder genügend Räume noch Lehrer, heißt es. Stimmt. Aber die Landesregierung hat seit März Zeit gehabt, um sich vorzubereiten.

Der Präsenzunterricht wird jetzt geradezu beschworen. An diesem Ideal darf keiner rütteln. Dumm nur, dass sich das Virus nicht um Wünsche schert. ​

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