Steuerverschwendung

Pleiten, Pech und Pannen

Mit seinem Schwarzbuch Steuerverschwendung legt der Steuerzahlerbund den Finger in eine Wunde, die sich wohl niemals ganz schließen lässt.

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Alle Jahre wieder legt der Steuerzahlerbund sein Schwarzbuch Steuerverschwendung vor – und damit den Finger in eine Wunde, die sich wohl niemals ganz schließen wird. Denn die Vorstellung, dass wir eines Tages in einer Welt leben könnten, in der bei staatlichen Projekten nichts mehr aus dem Ruder läuft, ist nur ein schöner Traum. Die Wächterfunktion des Steuerzahlerbundes bleibt freilich umso nötiger.

Über 100 skurrile, oft einfach nur ärgerliche Beispiele für die Verschwendung öffentlicher Gelder listet das Schwarzbuch diesmal auf. Von der Bonner Beethovenhalle, die zum Beethovenjahr 2020 kaum noch fertig werden kann, über einen unschönen Bautorso im Duisburger Hafen bis zu den Marine-U-Booten, die unbrauchbar in der Werft dümpeln: Zu Recht fasst sich der Steuerzahler angesichts solcher Fälle an den Kopf. Die Pleiten-, Pech- und Pannen-Serie ist indes kein Beleg für die weitverbreitete Unterstellung, der Staat könne nicht mit Geld umgehen. Gründe für die Verschwendung sind in der Regel Schludrigkeiten, falsche Entscheidungen und mangelnde Kontrollen. Allzu Menschliches also, kein Systemversagen. Daran lässt sich arbeiten.

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