Schule

NRW muss bei digitalem Unterricht aufholen

Christopher Onkelbach

Christopher Onkelbach

Foto: Kai Kitschenberg/ FFS

Essen.  Sicherlich ist nicht nur digitaler Unterricht guter Unterricht. Doch Lehrer sollten zumindest die Wahl der Lernmittel haben. Daran fehlt es.

Youtube, Instagram, Whatsapp – sicherlich können die meisten Jugendlichen diese Dienste virtuos bedienen. Doch wenn sich die übrigen IT-Fähigkeiten von mehr als einem Drittel der Achtklässler darin erschöpft, einen Link oder eine Email anzuklicken, kann einem Angst und Bange werden.

Wie steht es dann um ihre Fähigkeiten, im Netz Werbung von Informationen, Propaganda von Nachrichten, Populismus von Fakten zu unterscheiden? Dies ist eine wesentliche Grundlage für eine kritische, aufgeklärte und demokratiefähige junge Generation.

PC und Internet: Junge Menschen geraten ins Hintertreffen

Der Umgang mit digitalen Medien ist heute in beinahe jedem Beruf nötig. Wie sollen Lehrer ihre Schüler dafür begeistern, wenn im Schulalltag digitale Medien fast keine Rolle spielen? So geraten junge Menschen auf dem Weg in die digitale Zukunft ins Hintertreffen.

Sicherlich ist guter Unterricht nicht immer nur digitaler Unterricht. Aus pädagogischer Sicht wäre es aber wünschenswert, wenn Lehrkräfte fähig und in der Lage wären, je nach Thema und Aufgabenstellung das geeignete Lernmittel einzusetzen – sei es Kreide oder Computer. Lehrer in NRW haben diese Wahl oftmals nicht, wenn es weder Geräte, Fortbildungen noch Internetzugang gibt.

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