Studiengebühren

Nicht durchdacht

Der Plan, Studiengebühren für Studenten aus dem Nicht-EU-Ausland zu erheben, könnte mehr Schaden als Nutzen anrichten.

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Die Rektoren von Fachhochschulen und Universitäten sind stets auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Kein Wunder, gerät doch die Finanzierung der Hochschulen immer mehr in Schieflage. Während die Grundfinanzierung durch das Land stagniert, steigt zugleich der Anteil der Zuweisungen im Rahmen befristeter Programme. Manche Hochschulen finanzieren bereits einen guten Teil ihres Budgets über solche befristet fließende Gelder. Das bedeutet: wenig Planungssicherheit, unsichere und befristete Beschäftigungsverhältnisse. Begehrlich blicken sie daher stets auf eine neue Chance, Studiengebühren zu erheben.

Dass die Rektoren trotz dieser Zwangslage bei der Studiengebühr für EU-Ausländer nicht spontan zugreifen, sollte der Landesregierung zu denken geben. Auch der Vorreiter Baden-Württemberg scheint als Vorbild kaum zu taugen. Zudem haben die Experten der nicht als Gebührenfeinde bekannten CHE-Denkfabrik das Modell mit beachtlicher Wucht als untauglich, wenig effizient und abschreckend verworfen. All das vestärkt den Eindruck, dass die Pläne, EU-Ausländer zur Kasse zu bitten, mehr Schaden als Nutzen anrichten könnten.

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