Kriminalitätsstatistik

Neuer Mut zur Klarheit in NRW

Die Kriminalitätsstatistik sieht nicht mehr ganz so düster aus. Das geht nicht aufs Konto der neuen Regierung. Trotzdem hat sich etwas geändert

Die tatsächliche Sicherheitslage in NRW ist besser als die gefühlte. Vor allem schaut die Kriminalitätsstatistik 2017 nicht mehr gar so düster aus, wie sie im Wahlkampf 2017 noch ohne jede Schattierung gepinselt wurde. Der neue Innenminister Reul tut deshalb gut daran, sich die Erfolge nicht ans eigene Revers zu heften. Er lobt vielmehr Präventionskampagnen der rot-grünen Vorgängerregierung oder die richtigen Weichenstellungen der NRW-Polizei etwa in der Bekämpfung der Wohnungseinbrüche seit 2016.

So viel Generosität kann sich Reul leisten, weil er längst dabei ist, die Innenpolitik neu durchzubuchstabieren. Die Einstellungszahlen in den Präsidien wurden in Windeseile hochgeschraubt, neue robuste Einsatzzüge für die Hundertschaften sind beschlossen, eine weitreichende Polizei-Reform ist auf dem Weg.

Vor allem fordert Reul nach all den Rechtfertigungskämpfen seines angeschlagenen SPD-Vorgängers endlich wieder Mut zu Klarheit und Wahrheit ein. So sagt er über Ausländerkriminalität und Clan-Strukturen das, was man viel zu lange der AfD überlassen hat: Sie sind ein ernstes Problem, das mit neuen Strategien bekämpft werden muss.

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