Impfpflicht in der Kita

Nachahmer erwünscht

Kitas in Essen wollen nur noch Kinder aufnehmen, wenn sie gegen Masern geimpft wurden. Ein Signal, mit dem der Druck auf Impfgegner steigen muss.

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Kitas genießen einen gewaltigen Vertrauensvorschuss. Eltern geben ihr Kind in die Obhut Fremder und vertrauen darauf, dass die Kleinen bestmöglich umsorgt werden. Dazu gehört das Wissen darum, dass die Kinder gesund nach Hause kommen. Deshalb ist es der richtige Schritt, wenn in ersten Kitas aus Verantwortung gegenüber allen Kindern eine Masernimpfpflicht gilt.

Wenn Eltern ihren Nachwuchs nicht gegen Masern impfen lassen, gefährden sie ihr Kind und andere. Masern sind eine ansteckende Krankheit, die schwerwiegende Auswirkungen wie Entzündungen des Mittelohrs, der Lungen oder des Gehirns haben kann. Diese Erkrankung ist erstens nur dann auszurotten, wenn wir uns impfen lassen.

Es gibt zweitens aber Menschen, die den Masern-Erreger schutzlos ausgeliefert sind – Säuglinge, die nicht mehr durch die Antikörper ihrer Mütter geschützt und noch nicht geimpft sind, nicht geimpfte Schwangere sowie Kinder, die gesundheitsbedingt nicht geimpft werden können. Sie sind durch die Gemeinschaft geschützt: wenn alle um sie herum geimpft sind.

Es ist zu hoffen, dass dem Impuls aus Essen viele Kitas folgen – und der Druck auf Impfgegner steigt, ihre Haltung zu ändern.

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