REGIERUNGSERKLÄRUNG

Müdes Credo

Michael Minholz kommentiert

Foto: NRZ

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In seiner ersten Regierungserklärung schlägt Armin Laschet einen weniger schneidigen Ton an als im Wahlkampf. Man könnte ihn auch müde nennen.

Er werde Nordrhein-Westfalen nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wieder an die Spitze im Bund bringen; insbesondere in den für die Bürger so wichtigen Bereichen Innere Sicherheit, Wirtschaft und Bildung müsse man ansetzen. Von derlei großspurigen Versprechungen ist beim neuen Landesvater Armin Laschet wenig geblieben. Von müdem „Maß und Mitte“-Halten war die Rede in seiner ersten Regierungserklärung. Das klingt mit viel Wohlwollen nach Realpolitik, aber nicht nach Aufbruchstimmung, und die wollte der CDU-Politiker doch so gerne auslösen. Ob Maß und Mitte helfen werden, die gravierenden Probleme des Landes zu lösen, wird sich zeigen. Immerhin hat Laschet noch viel Zeit, um zu zeigen, dass er seinen selbst gesetzten Ansprüchen gerecht wird.

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