Koalition

Windenergie bekommt Gegenwind

Ein Politikwechsel ist das gute Recht einer jeden neuen Regierung, aber: Die Energiewende wird mit der Windkraft-Regelung ausgebremst.

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Mit dem Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen bekommt die Windenergie mächtig Gegenwind: CDU und FDP wollen den Mindestabstand von Windrädern zu Siedlungen auf 1,5 Kilometer erweitern – mit der Folge, dass die für solche Anlagen zur Verfügung stehende Fläche landesweit um 80 Prozent zurückgeht. Das mag die Gegner der ungeliebten Windkraftanlagen für die Zukunft aufatmen lassen – allen, die sich für Klimaschutz und eine nachhaltige Energiepolitik einsetzen, dürfte das Vorhaben von Schwarz-Gelb hingegen den Atem stocken lassen. Es ist ein krasser Gegensatz zur bisherigen Linie der abgewählten Landesregierung. Ein Politikwechsel ist das gute Recht einer jeden neuen Regierung – die sich an dieser Stelle aber genau so dem Vorwurf einer ideologischen Politik aussetzt, wie er insbesondere den Grünen innerhalb der alten Landesregierung gemacht worden ist.

Neben Sonne, Biomasse, Wasser und Erdwärme ist die Energiegewinnung mit Windrädern eine, wenn nicht sogar die zentrale Säule der Energiewende. Insofern wirkt die Einschränkung, die CDU und FDP in NRW ankündigen, ähnlich wie die Blockadehaltung Bayerns beim dringend notwendigen Ausbau der Stromtrassen: Die Energiewende wird ausgebremst.

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