Ruhrgebiet

Mehr Mut und Selbstbewusstsein

Der Regionalverband Ruhr ärgert sich über Kritik am „Kirchtumdenken“: Die Zusammenarbeit der Revierkommunen sei heute viel besser als ihr Ruf.

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Zu wie viel Zusammenarbeit ist das Ruhrgebiet bereit und fähig? Wie viel Revier-Einigkeit erlaubt und verträgt eigentlich der Rest des Landes angesichts von fünf Millionen an der Ruhr lebenden Menschen und einer Wirtschaftskraft, die es mit ganzen Bundesländern aufnehmen könnte? Oder gibt es das Ruhrgebiet gar nicht mehr, weil das einst verbindende Fundament aus Kohle und Stahl unwiederbringlich weggebrochen ist, eine politisch oder verwaltungstechnisch klar definierte Klammer fehlt und es spürbare Fliehkräfte an den Rändern der Region gibt? Das sind nur einige der Fragen, die sich in der Debatte um den richtigen Weg der Zusammenarbeit im Revier stellen.

Es sind Fragen, die nach komplexen Antworten verlangen. Denn das Ruhrgebiet ist ein komplexes Gebilde. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Nicht wie Berlin. Aber auch nicht wie die Städteregion Aachen. Der Streit ums Kirchturmdenken greift an der Ruhr jedenfalls zu kurz, schon allein deshalb, weil es Kirchturmdenken sicher auch im Rheinland gibt. Der Regionalverband ärgert sich über die Kritik aus Düsseldorf daher zu Recht. Die Zusammenarbeit der Revierkommunen ist viel besser als ihr Ruf. Mutiger und selbstbewusster auftreten könnte man freilich schon.

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