Mediziner-Ausbildung

Landarzt-Quote – eine faire Idee

Die Landarzt-Quote bietet Bewerbern eine faire Chance, die sonst keine hätten. Es werden aber viele Jahre vergehen, bis sie auf dem Land wirkt.

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Die „Landarzt-Quote“ ist eine gute Erfindung, obwohl sie tief in die Lebensgestaltung der künftigen Mediziner eingreift: Ein junger Mensch muss sich noch vor der zehnjährigen Ausbildung entscheiden, später zehn Jahre lang in der NRW-Provinz zu arbeiten. Andererseits ist der „Deal“ durchaus fair. Denn womöglich bekommen mit der Einführung der Quote mehr junge Menschen eine Chance auf einen Medizin-Studienplatz, die sonst keine hätten. Nicht auszuschließen, dass sich andere Länder am Vorbild Nordrhein-Westfalens orientieren und ihrerseits eine „Landarzt-“ oder „Hausarztquote“ einführen. Hausarztmangel herrscht ja vielerorts. Im sauerländischen Eslohe, in Oberbayern und in Holstein, auch in manchen Stadt-Quartieren des Ruhrgebiets.

Die „Landarztquote“ löst aber nur einen kleinen Teil des Problems. Mal abgesehen davon, dass es zehn Jahre dauert, bis die ersten angehenden Quoten-Hausärzte tatsächlich eine Praxis in Westfalen eröffnen oder übernehmen, wird die Zahl der Absolventen immer noch nicht reichen, um den Mangel abzustellen. In Deutschland gibt es seit vielen Jahren insgesamt zu wenige Medizin-Studienplätze. Hier müssen die Länder noch deutlich aufstocken.

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