Unterrichtsausfall

Kein Pranger, sondern ein Hilfsmittel

NRW-Schulminister Yvonne Gebauer (FDP) schafft mit dem systematischen Erfassen des Unterrichtsausfall mehr Orientierung und Klarheit.

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Der Zahlen-Voodoo um den Unterrichtsausfall in Nordrhein-Westfalen wird beendet. Das ist eine gute Nachricht für alle Eltern, die nie begreifen konnten, dass die korrekte Ermittlung nicht erteilter Fachstunden ein Ding der Unmöglichkeit sein soll. Seit Jahren wurde wahlweise argumentiert, die statistische Erfassung in jedem Lehrerzimmer binde entweder zu viel Personal oder sei wegen der ach so komplizierten Unterscheidung zwischen Stundenausfall, Exkursionen, Vertretungsunterricht oder Stillarbeit schlechterdings nicht machbar. Schulministerin Gebauer setzt sich richtigerweise über solche Bedenken hinweg.

Warum soll im Bildungssystem nicht möglich sein, was die Personalabteilung jedes Mittelständlers kann? In ein, zwei Jahren soll man wie selbstverständlich nachlesen können, an welcher Schule wie viel Unterricht ausfällt. Was nach Pranger klingt, bietet in Wahrheit Eltern, Lehrern und Schulaufsicht bessere Orientierung. Wer viele Krankheitsfälle oder Organisationsprobleme hat, braucht Hilfe – und kein systematisches Wegschauen.

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