Laschets Wiederwahl

Kein Grund zur Selbstzufriedenheit

Armin Laschet hat bei seiner Wiederwahl zum CDU-Chef in NRW ein Traumergebnis erzielt. Ein Annlass zur Selbstzufriedenheit sollte das nicht sein.

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Für Armin Laschet müssen sich diese 96,3 Prozent anfühlen wie die Bundesliga-Rückkehr von Alemannia Aachen. Jahrelang kämpfte der heutige Ministerpräsident um die Gunst der NRW-CDU und ließ sich von Rückschlägen oder Häme sogenannter Parteifreunde nicht entmutigen. Jetzt ist er ganz oben. Man trägt ihn auf Händen, ohne dass er sich dafür ändern musste.

Geändert hat sich vielmehr der Blick auf diesen heiter umtriebigen Rheinländer. Das erste, mit Gesetzesinitiativen randvolle Regierungsjahr hat Laschet sehr ordentlich über die Bühne gebracht – aber eben auch nicht unfallfrei. Die guten NRW-Umfragewerte geben der CDU zusätzlich Rückenwind.

Solche Hochphasen verleiten gleichwohl zu Fehlern. Laschets Halsstarrigkeit im Umgang mit dem nahenden Untersuchungsausschuss zur „Hacker-Affäre“ oder seine neuerdings gönnerhafte Sorge um die trudelnde NRW-SPD geben eine Ahnung, dass Selbstzufriedenheit in der Politik schnell gefährlich werden kann. Um den Volkspartei-Status der roten Konkurrenz weinte vor zehn Jahren schon einmal ein CDU-Ministerpräsident Krokodilstränen: Jürgen Rüttgers, der kurz darauf Geschichte war.

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