Entwicklungshilfe

Jeder Euro ist lebenswichtig

Der Etat des Entwicklungsministeriums soll gekürzt werden. Das wäre verantwortungslos. Nur wer vor Ort hilft, kann Fluchtursachen bekämpfen.

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Wer die Ursachen für die Massenflucht bekämpfen will, muss viel Geld in die Hand nehmen. Nur wer vor Ort hilft, kann die Verhältnisse so verbessern, dass es mittel- oder langfristig keine Fluchtgründe mehr gibt. Das verstehen mittlerweile sogar jene, die Entwicklungshilfe bislang für ein lästiges Almosen hielten. Und die partout ignorieren, dass es Zusammenhänge gibt zwischen unserem Lebensstil, unserer Politik und den schrecklichen Verwerfungen auf anderen Kontinenten.

Mit jedem Euro vor Ort könne man die hundertfache Wirkung erzielen und Menschen neue Hoffnung geben, hat Entwicklungsminister Gerd Müller erklärt. Daran ist nicht zu zweifeln. Was passiert, wenn die Menschen die Hoffnung verlieren, sehen wir tagtäglich. Gelingt es den reichen Ländern nicht, menschenwürdige Bedingungen in den Krisenregionen zu schaffen, machen die Hoffnungslosen sich auf. Erst in die Nachbarländer. Und dann, wenn sie können, Richtung Europa.

Es gehört zum Geschäft von Ministern, zu klagen, wenn in ihrem Etat herumgekürzt wird. An Müllers Haushalt aber heranzugehen, wäre verantwortungslos.

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