Bahn-Verbindungen

Hoffentlich nur ein schlechter Witz

Wenn die Bahn die Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin ausdünnen will, klingt das wie ein schlechter Witz: das Gegenteil wäre nötig.

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Noch ist beim Deutschland-Takt der Bahn nichts in trockenen Tüchern. Aus Sicht des Ruhrgebiets kann man derzeit nur hoffen, dass das so bleibt. Allein der Gedanke, die ICE-Direktverbindung zwischen dem größten deutschen Ballungsraum (Ruhrgebiet) und dem zweitgrößten (Berlin) ausdünnen zu wollen, ist ein schlechter Witz. Ganz oben auf der Agenda sollte vielmehr stehen, die Taktung auf dieser wohl wichtigsten West-Ost-Trasse der Bundesrepublik weiter zu erhöhen.

Aber mit der Bahn liegt das Ruhrgebiet ohnehin gefühlt seit Jahren über Kreuz. Nur noch kopfschüttelnd wundern sich viele Bahnfahrer über die vielen Dreckecken an Revierbahnhöfen, wo der Staatskonzern andernorts doch in der Lage ist, Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 oder zuletzt die gefeierte Hochgeschwindigkeitsstrecke München-Berlin dank Milliardeninvestitionen aus der Taufe zu heben. Hiesige Berufspendler ärgern sich immer wieder über unpünktliche Regionalzüge, die unter der von der DB halsstarrig verteidigten Vorfahrtsregel für den Fernverkehr leiden. Selbst das millionenschwere Sanierungsprogramm, das derzeit die Gleisanlagen im Revier auf Vordermann bringen soll, ist im Grunde Ausweis jahrelanger Versäumnisse.

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