Führungswechsel

Große Herausforderungen für neuen RAG-Stiftungschef Tönjes

Bernd Tönjes ist der neue Mann an der Spitze der RAG-Stiftung.

Foto: André Hirtz

Bernd Tönjes ist der neue Mann an der Spitze der RAG-Stiftung. Foto: André Hirtz

Der neue RAG-Stiftungschef Bernd Tönjes kann viel im Ruhrgebiet bewegen. Aber die Stiftung ist auch ein komplexes Gebilde.

Als Nachfolger von Werner Müller an der Spitze der RAG-Stiftung übernimmt Bernd Tönjes eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn die Stiftung, die sich um die Altlasten des Bergbaus kümmern soll, ist ein durchaus komplexes Gebilde.

Mehrheitsaktionär des Chemiekonzerns Evonik, gewichtiger Anteilseigner des Wohnungsriesen Vivawest, Investor bei zahlreichen Firmen – die Anlagestrategie der Stiftung ist vielschichtig. Als Evonik-Aufsichtsratschef hat Tönjes nun eine Schlüsselrolle bei einem der großen Arbeitgeber in NRW.

Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann und Werner Müller hatten eine Art Vater-Sohn-Verhältnis. Bildlich gesprochen sind Tönjes und Kullmann eher wie Brüder. Ihr Job ist es, das unternehmerische Erbe des Ziehvaters Müller in die Zukunft zu tragen. Dazu gehört auch, die Risiken für die Steuerzahler zu minimieren. Schließlich soll die RAG-Stiftung für alle Ewigkeit die Finanzierung der Bergbau-Altlasten gewährleisten.

Und wenn die Kasse stimmt, kann die Stiftung durchaus beträchtliche Impulse für Kultur, Bildung und Wissenschaft im Ruhrgebiet setzen. Tönjes ist also nicht nur als Verwalter gefragt, sondern vor allem als Gestalter.

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