Babys mit Handfehlbildungen

Gewissheit schaffen

Torsten Droop

Torsten Droop

Foto: Volker Hartmann / FUNKE Foto Services

Neun Fälle von Babys, die mit Fehlbildungen an den Händen zur Welt kamen, sind bislang bekannt. NRW will nun eine Untersuchung starten.

Noch ist völlig offen, ob es für die ungewöhnliche Häufung von fehlgebildeten Babyhänden irgendwann eine plausible Erklärung geben wird. Handelt es sich um reinen Zufall? Waren die Schwangeren ähnlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die die Fehlbildungen auslösten? Oder nahmen die Frauen ein Medikament mit bislang unbekannten Nebenwirkungen? Alles reine Spekulation.

Die Untersuchungen stehen am Anfang. Es gibt ja nicht mal einen halbwegs genauen Überblick darüber, wie viele Babys betroffen sind. Seitdem aber die drei Gelsenkirchener Fälle publik wurden, kamen in rascher Folge sechs weitere dazu: Das hat den Druck auf die Ministerien und die medizinischen Experten deutlich erhöht, sich auf Ursachenforschung zu begeben.

Den betroffenen Eltern ist nur zu wünschen, dass sie eines Tages Gewissheit haben werden. Zugleich können sie Kraft daraus ziehen, dass ihre Kinder alle Chancen haben. Kinder mit ähnlichem Handicap zeigen, dass sie mit Hilfe einer oder auch ohne Prothese die Nachteile ausgleichen können. Ja mehr noch: Dass sie motorische Fähigkeiten entwickeln, die staunen lassen – und mit gesundem Selbstbewusstsein durchs Leben gehen.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben