Schule

G9 – ein Neuanfang mit Fallstricken

Das Turbo-Abitur hat viel Unmut in NRW produziert. Die Rückkehr zu G 9 ist konsequent und richtig. Warum sie aber dutzende Fallstricke birgt.

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Kaum eine Bildungsreform war so überflüssig wie das Turbo-Abitur. Vor allem auf Druck der Wirtschaft und auf Elternwunsch hat NRW wie andere Länder das Abitur nach zwölf Jahren eingeführt, um jüngere Absolventen an die Unis und in Lehrstellen zu bringen. Geblieben ist viel Unmut: an den Schulen, die die Reform umsetzen mussten, bei Eltern, die Stress bei ihren Kinder beklagten, und an den Unis, die noch Jahre später unter dem Andrang des doppelten Abiturjahrgangs von 2013 ächzen. Es wäre wohl einfacher gewesen, leistungsstärkeren Schülern das Überspringen einer Klasse zu erleichtern.

Nun will Schwarz-Gelb alles auf Anfang setzen; heute liegt der Gesetzesentwurf dem Kabinett vor. Schon jetzt ist klar: Die Rückkehr zu G 9 wird einerseits teuer, anderseits birgt sie dutzende Fallstricke. Etwa im Jahr 2026: Dann wird es in NRW infolge der Reform kaum Abiturienten geben – quasi der Gegenpol zum doppelten Jahrgang von 2013. Was das für Hochschulen und Arbeitsmarkt bedeutet, muss rechtzeitig geklärt werden. Hilfreich indes wäre für alle Beteiligten die Aussicht, dass es nun bei G 9 bleibt.

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