Schule

Fehlende Konsequenz

Die Einführung der zweiten Fremdsprache ab der Klasse 7 ist ein richtiger Schritt. Nun muss die konsequente Abschaffung des Turbo-Abiturs folgen.

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Es war ein machtvolles Signal, das die Landesregierung kurz vor Weihnachten erreichte: Neun große Verbände und Organisationen – vom Städte- und Gemeindebund über Eltern- und Lehrerverbände bis hin zu den Gewerkschaften – sprachen sich gemeinsam für eine konsequente Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit an allen Schulen aus. Eine von der schwarz-gelben Landesregierung vorgesehene Wahlmöglichkeit, im G 8-System zu verbleiben, lehnten sie kategorisch ab.

Bei Schulministerin Yvonne Gebauer scheint dieses Signal angekommen zu sein. Mit der Rückkehr zu G 9 hat die Landesregierung bereits einen grundlegenden Systemwechsel vollzogen. Dieser Entscheidung fehlt allerdings die von vielen gewünschte politische Konsequenz. Es bringt keine Ruhe in die Schulen, in die Familien und Kollegien, wenn es weiterhin eine G 8-Option gibt. Mit ihrem Vorschlag, in Zukunft an allen Schulformen die zweite Fremdsprache erst mit der 7. Klasse zu beginnen, geht sie einen weiteren Schritt auf die Kritiker zu. Denkt man diese Idee zu Ende, kann es nur auf eine flächendeckende Rückkehr zu G 9 hinauslaufen. Die Ministerin sollte hier rasch für Klarheit sorgen.

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