Hacker-Skandal

Ein Angriff auf die Demokratie

Foto: NRZ

Ein Unbekannter hat vertrauliche Daten von Politikern und Moderatoren gehackt und sie ins Netz gestellt. Die Aufregung ist groß. Zu Recht!

Nach dem Riesen-Datenleck wird sich mancher fragen: Wie sicher ist eigentlich mein eigenes Handy? Was ist mit den Mails auf dem Rechner im Büro, was mit den privaten Fotos und Rechnungen, die auf dem Rechner im Wohnzimmer abgespeichert sind?

Seit dem Angriff eines Unbekannten auf die Daten zahlreicher Politiker und Prominenter ist die Unsicherheit in den Behörden, Betrieben und in den Haushalten groß. Eine Kernfrage lautet: Was ist überhaupt noch privat? Gibt es in unserer digitalen Welt überhaupt noch Vertraulichkeit? Was macht das mit unserer Gesellschaft? Die heftigen Reaktionen machen deutlich: Das ist nicht nur ein Angriff auf ein paar Prominente. Das ist ein Angriff auf die Demokratie und auf die Persönlichkeitsrechte, die durch das Grundgesetz jedem Bürger garantiert werden. Jeder muss selbst entscheiden können, was er der Öffentlichkeit von sich preisgibt.

Wenn ich einen Brief in den Briefkasten werfe, ist die Post dafür verantwortlich, dass niemand außer dem Empfänger den Inhalt zu lesen bekommt. Im weltweiten Netz ist es weitaus schwieriger, Wege zu verfolgen und Verantwortlichkeiten festzumachen. Dieser verlockend einfache Weg, jederzeit vom Sofa oder von unterwegs Infos zu verschicken, Reisen zu buchen oder Waren zu bezahlen, birgt Gefahren. Über diesen Weg kommen kriminelle Hacker auch in unsere Rechner, zu unseren Daten und zu unseren Passwörtern.

Es muss weiter daran gearbeitet werden, den Datenaustausch im Netz für alle sicher zu machen. Das Vertrauen in den Schutz der eigenen Privatsphäre ist ein wichtiges Gut. Dazu kann jeder selbst einen Beitrag leisten. Wie wäre es denn mal mit ein paar neuen Passörtern? Mit Klein- und Großbuchstaben, Sternchen, Unterstrich und Zahlen ...

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