Kommentar

„Divers“-Toiletten an NRW-Schulen sind längst überfällig

Redakteurin Nina Meise kommentiert.

Redakteurin Nina Meise kommentiert.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Seit 2019 gibt es bereits offiziell das dritte Geschlecht. Längst sollten auch Schulen „Divers“-Toiletten besitzen, findet Redakteurin Nina Meise.

Dass es Schultoiletten für Menschen gibt, die sich über das dritte Geschlecht definieren, ist richtig und sollte gang und gäbe sein. Genau hier setzt Toleranz, Akzeptanz und vor allem Gleichstellung aller Menschen an. Die dringend notwendigen Sanierungen an Schulen könnten durchaus damit verbunden werden, eine solche Toilette zu installieren. Wer glaubt, dass es keinen Bedarf gibt, der irrt. Das zeigt eine Online-Umfrage des Bundesverband Trans*.

Von 1.544 Befragten würden 41 Prozent das dritte Geschlecht für sich selber wählen, etwa 10 Prozent in jedem Fall, ein weiteres Drittel der Befragten würde ihn wählen, wenn hierfür kein medizinisches Attest und keine Begutachtung notwendig wären. Doch es gibt auch eine Vielzahl derer, die sich nicht trauen, das „d“ offiziell im Pass zu tragen. Zu groß ist die Angst vor Diskriminierung. Als wichtigste Orte, in denen Diskriminierung erfahren wurden, sind unter anderem Toiletten genannt. Menschen, die sich als divers definieren würden dort angestarrt, beschimpft oder über intime Details ihres Körpers ausgefragt. Spätestens nach der Umfrage ist klar: „Divers“-Sanitärräume an Schulen sind längst überfällig!

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